Donnerstag, 26. Februar 2026

Veröffentlicht am 25.02.2026, 17:32:00


Gefahrenstufe

1600m
Lawinenproblem
Altschnee
1600m
Nassschnee
1600m
Nassschnee
1600m


Schneebrettlawinen können noch immer leicht ausgelöst werden und spontane Lawinen sind zu beachten!

Die Lawinengefahr ist in den höheren Lagen erheblich, darunter mäßig. Im Steilgelände, vor allen in den Nord- und Schattlagen, können Schneebrettlawinen bereits durch geringe Zusatzbelastung ausgelöst werden. Gefahrenstellen gibt es beispielsweise bei Geländeübergängen und Übergängen von mehr zu wenig Schnee. Je nach Höhe und Exposition sind spontane Schneebrett- oder Nassschneelawinen unbedingt zu beachten. Sie erreichen überwiegend mittlere Größe, können aber auch bis zum Boden durchreißen und daher auch etwas großer werden.

Schneedecke

Mit den sehr milden Temperaturen und der starken Einstrahlung konnte sich die Schneedecke schon etwas setzen. In den Hochlagen und vor allem schattseitig sind aber noch Schwachschichten vorhanden. Weiterhin ist das Schneedeckenfundament hochgelegen und schattseitig durch die Aufbauende Umwandlung geschwächt. Durch die milden Temperaturen und durch die starke Einstrahlung verliert die Schneeoberfläche rasch an Festigkeit.

Tendenz

Keine wesentliche Änderung der Lawinensituation.


Gefahrenstufe

1800m
Lawinenproblem
Nassschnee
1800m
Nassschnee
1800m
Altschnee
1800m


Vorsicht in sehr steilen Hängen im Tourenbereich - Altschneeproblem!

Die Lawinengefahr wird ab 1800 m mit erheblich (Stufe 3) beurteilt. Es bleibt sehr mild in der Nacht und bereits am frühen Vormittag sind aus noch nicht entladenen Lawinenbahnen spontan Abgänge weiterhin möglich. Die Lawinen können im Nordsektor bis zum Boden durchreißen (dokumentierte Lawinenabgänge zeigten am Mittwoch eindrucksvoll die Situation). Im Tourenbereich sind in sehr steilen schattseitigen Rinnen und Mulden Auslösungen bei geringer Zusatzbelastung möglich. Aus Grasmatten können jederzeit mittlere bis große Gleitschneelawinen abgleiten.

Schneedecke

Durch die Erwärmung konnte sich die Schneedecke schon etwas setzen. Durch die milden Temperaturen und der Sonneneinstrahlung verliert die Schneedecke rasch an Festigkeit. In den Nordhängen schwächt nach wie vor die aufbauende Umwandlung (Becherkristalle in der bodennahen Schneeschicht!) die Schneedecke.

Tendenz

Fortbestand vom Hochdruckwetter mit einer Frostgrenze in 2700 m Höhe. Ein Tagesgang der Lawinengefahr wird erwartet.

FRÜHER

Gefahrenstufe

2000m
Lawinenproblem
Altschnee
2000m

SPÄTER

Gefahrenstufe

2000m
Lawinenproblem
Altschnee
2000m
Nassschnee
2400m

Tageszeitlicher Anstieg von Nassschneeaktivität und im Tourengelände schwacher Altschnee

Gut gesetzter Neu- und Triebschnee überlagern eine schwache Altschneedecke. Dort wo die Schneeoberfläche nicht tragfähig ist, können Lawinen stellenweise von einzelnen Wintersportlern ausgelöst werden, vor allem im selten befahrenen Gelände der Ausrichtung West, Nord und Ost. Gefahrenstellen befinden sich vor allem an eher schneearmen Stellen und am Übergang von wenig zu viel Schnee, sowie kammnah. Fernauslösungen sind möglich. Lawinen können groß werden und dann auch flache Hangpassagen überwinden. Mit tageszeitlicher Erwärmung und Sonneneinstrahlung sind nasse Lockerschneelawinen zu erwarten, vor allem an steilen Südhängen unter 2200 m. An schneearmen West- und Osthängen können diese auf tiefere Schichten durchreißen und dann groß werden. An steilen Wiesenhängen können Gleitschneelawinen auftreten. Zonen mit Gleitschneerissen sollten unbedingt gemieden werden.

Schneedecke

Der mächtige Neu- und Triebschnee der vergangenen Woche hat sich vielerorts bereits gut gesetzt. Durch die nächtliche Abstrahlung bildet sich ein Harschdeckel, der sonnenexponiert stellenweise bis 2200 m tragfähig ist. Im untersten Teil der Schneedecke befinden sich weit verbreitet große Becherkristalle ohne Bindung. Die außergewöhnliche Lawinenaktivität der letzten Woche bestätigt die Störanfälligkeit der schwachen Altschneedecke, die abseits viel befahrener Varianten und in noch nicht entladenen Anrissgebieten bestehen bleibt.

Tendenz

Mit Hochdruckwetter bleibt der tageszeitliche Anstieg der Lawinengefahr bestehen. Die Situation für Wintersportler im selten befahrenen Gelände bleibt heimtückisch.

FRÜHER

Gefahrenstufe

Waldgrenze
Lawinenproblem
Altschnee
Waldgrenze
Nassschnee
2200m

SPÄTER

Gefahrenstufe

Waldgrenze
Lawinenproblem
Altschnee
Waldgrenze
Nassschnee
2200m

Durchfeuchtung dringt in schlechten Altschnee ein

Die Lawinengefahr ist in der Früh in tiefen Lagen gering und steigt durch Wärme und Strahlung überall rasch an auf Stufe 3, erheblich. Zudem können ab der Waldgrenze vor allem mittlere, mitunter aber auch große trockene Schneebrettlawinen an einigen Stellen leicht durch einzelne Personen ausgelöst werden (auch aus der Entfernung). Betroffen sind alle Expositionen, vermehrt jedoch der Nordostsektor. Gefahrenbereiche sind abseits offensichtlicher Triebschneelinsen schwer zu erkennen, weshalb weiterhin zu Zurückhaltung und zu defensiver Routenwahl geraten wird. Dies insbesondere auch im Bereich der Waldgrenze und in Waldschneisen. Mit Aufweichen der Schneedecke sind sonnseitig spontan nasse Lockerschnee- sowie Gleitschneelawinen zu erwarten, in tiefen bis mittleren Lagen auch im Nordsektor. Außerdem sind dann Auslösungen nasser Schneebretter durch Schifahrer möglich. Lockerschneerutsche können leicht in den Trieb- und Altschnee durchreißen und gefährliche Größe erreichen.

Schneedecke

Den oberen Teil der Schneedecke bilden mehrere dicke Schichten aus durch Windeinfluss geprägtem Neuschnee der letzten Woche. Vor allem anfangs fiel Schnee mit weniger Wind und bei kälteren Temperaturen, weshalb auch weiche Schichten eingelagert sind. Diese überlagern noch älteren Triebschnee, der seinerseits auf einer ungünstigen Unterlage aus kantigen Kristallen und Tiefenreif lagert. Brüche erfolgen primär zwischen den letzten Triebschneepaketen, können aber bei größerer Belastung auch bis auf das meist komplett aufbauend umgewandelte Altschneefundament durchschlagen. In der Nacht bildet sich ein meist tragfähiger Schmelzdeckel aus, der tagsüber mit der Wärme schnell aufweicht. An schneearmen Orten nähert sich die Schneedecke dann bereits der Isothermie.

Tendenz

Nur langsamer Rückgang der Gefährdung durch schlechten Altschneedeckenaufbau.

FRÜHER

Gefahrenstufe

Waldgrenze
Lawinenproblem
Altschnee
Waldgrenze
Nassschnee
2200m

SPÄTER

Gefahrenstufe

Waldgrenze
Lawinenproblem
Altschnee
Waldgrenze
Nassschnee
2200m

Durchfeuchtung dringt in schlechten Altschnee vor

Die Lawinengefahr ist oberhalb der Waldgrenze erheblich. Unterhalb ist sie in der Früh gering und steigt durch Wärme und Strahlung überall rasch an auf mäßige Gefahr. Ab der Waldgrenze können mittlere, mitunter aber auch große trockene Schneebrettlawinen an einigen Stellen leicht durch Personen ausgelöst werden. Betroffen sind alle Expositionen, vermehrt jedoch der Nordostsektor. Gefahrenbereiche sind abseits offensichtlicher Triebschneelinsen schwer zu erkennen, weshalb weiterhin zu Zurückhaltung und zu defensiver Routenwahl geraten wird. Dies insbesondere auch im Bereich der Waldgrenze und in Waldschneisen. Mit Aufweichen der Schneedecke sind sonnseitig spontan nasse Lockerschnee- sowie Gleitschneelawinen zu erwarten, in tiefen bis mittleren Lagen auch im Nordsektor. Außerdem sind dann Auslösungen nasser Schneebretter durch Schifahrer möglich. Lockerschneerutsche können leicht in den Trieb- und Altschnee durchreißen und gefährliche Größe erreichen.

Schneedecke

Den oberen Teil der Schneedecke bilden mehrere Schichten aus durch Windeinfluss geprägtem Neuschnee der letzten Woche. Dort, wo vor den Schneefällen eine nennenswerte Altschneedecke vorhanden war ist das Fundament komplett aufbauend umgewandelt und kohäsionslos. Brüche erfolgen primär zwischen den letzten Triebschneepaketen, können aber bei größerer Belastung auf diesen Tiefenreif durchschlagen. In der Nacht bildet sich ein meist tragfähiger Schmelzdeckel aus, der tagsüber mit der Wärme schnell aufweicht. Mancherorts wird bereits Isothermie erreicht.

Tendenz

Nur langsamer Rückgang der Gefährdung durch schlechten Altschneedeckenaufbau.


Gefahrenstufe


Lawinenproblem
Nassschnee
Altschnee
Waldgrenze


Das Nassschneeproblem dominiert, Vorsicht vor schwachem Altschnee in schattigen Hochlagen

Die Lawinengefahr ist mäßig. Hauptsächlich nasse Lockerschneelawinen, vereinzelt auch Schneebrettlawinen können sich vor allem in extrem steilem Gelände speziell sonnseitig von selbst lösen. Die spontane Lawinenaktivität nimmt im Tagesverlauf mit Einstrahlung und Erwärmung etwas zu. Nasse Lawinen können mittlere Größe erreichen. Spontane Gleitschneelawinen an Steilhängen mit glattem Untergrund wie auf Bergwiesen oder im Laubwald sind nicht ausgeschlossen. Oberhalb der Waldgrenze können in vor allem in schattigen Steilhängen bestehende Triebschneebereiche stellenweise noch von einzelnen Personen als Schneebrettlawine ausgelöst werden.

Schneedecke

Die Neu- bzw. Triebschneeauflage konnte sich bereits etwas setzten und an Störanfälligkeit verlieren. Trotzdem existieren stellweise störanfällige Schwachschichten im Übergang zur Altschneedecke. In schattigen Hochlagen ist die Altschneedecke mit Krusten und eingelagerten kantigen Kristallen stellenweise ungünstig aufgebaut und geschwächt. Der Schnee wird je nach Exposition im Tagesverlauf bis in hohe Lagen feucht bzw. nass, was zu einem Festigkeitsverlust und einer Destabilisierung der Schneedecke führt. Auf steilen Gras- und Waldhängen mit größeren Schneereserven kann die Schneedecke ins Gleiten kommen.

Tendenz

Bei mildem Hochdruckwetter geht die Lawinengefahr langsam zurück. Die nasse Lawinenaktivität bleibt bestehen.

FRÜHER

Gefahrenstufe

2500m
Lawinenproblem
Nassschnee
2500m
Triebschnee
Waldgrenze
Altschnee
1700m

SPÄTER

Gefahrenstufe


Lawinenproblem
Nassschnee
Triebschnee
Waldgrenze
Altschnee
1700m

Mit der Erwärmung des Wetters steigt die Gefahr von Lawinenabgängen durch Nassschnee. Schneeverwehungen im Hochgebirge!

Die größte Gefahr geht von Nassschneelawinen und Gleitschneelawinen aus. Mit der Erwärmung im Laufe des Tages wird die Gefahr von Auslösungen, insbesondere an sonnseitigen Hängen, deutlich zunehmen. Allerdings gibt es im Hochgebirge noch einige Stellen mit Triebschnee, an denen durch eine höhere Belastung eine größere Lawine ausgelöst werden könnte. Auch Schwachschichten in der Schneedecke sind ein Problem. Übersteigt die Belastung insbesondere die Tragfähigkeit der tieferen Schwachschichten, kann eine tiefe und grosse Lawine ausgelöst werden. Vor allem auf den Achsen oberhalb des Waldes gibt es viele solcher Schwachschichten.

Schneedecke

gm.1: bodennahe schwachschicht
gm.10: frühjahrssituation

Die Altschneedecke setzt sich aus bereits etwas verdichteten Schneeschichten zusammen, die meist gut miteinander verbunden sind. Tief unter der Oberfläche treten in der Altschneedecke mehrere Schwachschichten aus Kantigkörnigem Schnee und groben Körnern auf. Diese Basis wurde bei den letzten Schneefällen im Hochgebirge mit 50 bis 80 cm Neuschnee bedeckt, der zum Teil bereits gesetzt ist. Die wärmeren Temperaturen und die Sonneneinstrahlung haben dazu geführt, dass sich ein mehr oder weniger ausgeprägter Harsch gebildet hat. Der Schnee trocknet tagsüber aus und gefriert nachts. Auch in den Mittelgebirgen schmilzt die Schneedecke.

Tendenz

Das Wetter wird weiterhin recht klar und warm sein. In den nächsten Tagen sind typische Frühlingsbedingungen zu erwarten. Die Schneedecke wird über Nacht bei sehr trockenen Bedingungen gefrieren und im Laufe des Tages durch den Einfluss der Sonne bis zu den höchsten Gipfeln deutlich dünner werden.

FRÜHER

Gefahrenstufe

1400m
Lawinenproblem
Gleitschnee
1400m
Gleitschnee
1400m
Altschnee
1500m

SPÄTER

Gefahrenstufe

1400m
Lawinenproblem
Nassschnee
1400m
Nassschnee
1400m
Altschnee
1500m

Mit der tageszeitlichen Erwärmung steigt die Lawinengefahr in höheren Lagen auf erheblich.

Die Lawinengefahr steigt oberhalb von 1400 m im Tagesverlauf von mäßig auf erheblich. Unterhalb davon ist sie gering. Am Vormittag ist in mittleren Lagen Gleitschnee das Hauptproblem. Kleine und mittlere Gleitschneelawinen lösen sich an wenigen Steilhängen mit glattem Untergrund spontan von selbst. Der Aufenthalt unter Gleitschneemäulern sollte gemieden werden. Mit der Sonneneinstrahlung nimmt die Gleitschneeaktivität sonnseitig zu und aus extrem steilem Gelände sind dann auch nasse Lockerschneelawinen bis zu mittlerer Größe zu erwarten. Daneben ist oberhalb von 1500 m schwacher Altschnee problematisch. Mit großer Zusatzbelastung können in den Expositionen West über Nord bis Ost vereinzelt auch große Schneebrettlawinen ausgelöst werden. Vorsicht vor allem an Übergangsbereichen von wenig zu viel Schnee.

Schneedecke

Der viele Schnee der vergangenen Woche liegt in höheren Lagen auf einem schwachen Altschneefundament. Oberflächlich gefriert er über Nacht meist tragfähig, in der Sonne weicht er tagsüber schnell wieder auf. Die Durchfeuchtung schreitet dann voran. Bis weit in hohe Lagen hinauf ist die Schneedecke ansonsten schwach feucht, in mittleren Lagen ist sie teils bis zum Boden völlig durchnässt. In Schattenhängen höherer Lagen sind tiefer in der Schneedecke kantige Kristalle zu finden.

Tendenz

Weiterhin Frühjahrsverhältnisse mit inkludiertem Altschneeproblem.

FRÜHER

Gefahrenstufe

1800m
Lawinenproblem
Altschnee
1800m

SPÄTER

Gefahrenstufe


Lawinenproblem
Nassschnee
Altschnee
1800m

Im Tagesverlauf Nassschneelawinen

Mit tageszeitlicher Erwärmung und Sonneneinstrahlung sind nasse Lockerschneelawinen aus steilem Gelände zu erwarten. Dort wo viel Schnee liegt können diese vereinzelt auch groß werden. An steilen Wiesenhängen können Gleitschneelawinen auftreten. Zonen mit Gleitschneerissen sollten unbedingt gemieden werden. In sehr steilen Schattenhängen oberhalb von 1800 m können Lawinen vereinzelt in tieferen Schichten ausgelöst werden.

Schneedecke

Dort wo eine Schneedecke existiert ist sie weitgehend feucht bis nass und bildet durch nächtliche Abstrahlung einen Harschdeckel aus. Nur oberhalb von 1800 m können sich schattseitig noch stellenweise Schwachschichten im unteren Teil der Schneedecke befinden.

Tendenz

Mit Hochdruckwetter bleibt der tageszeitliche Anstieg der Lawinengefahr bestehen.


Gefahrenstufe

1500m
Lawinenproblem
Altschnee
1500m
Nassschnee


Vorrangig Nassschneeproblem sowie vereinzelten schwachen Altschnee beachten

Die Lawinengefahr ist in höheren Lagen mäßig. Nasse Lockerschneelawinen können sich vor allem in extrem steilem Gelände lösen. Die spontane Lawinenaktivität nimmt im Tagesverlauf mit der Einstrahlung und Erwärmung zu. Triebschneepakete sind in hohen, schattseitigen Lagen störanfällig und können vereinzelt in steilen Hangzonen als Schneebrett ausgelöst werden.

Schneedecke

Die Neu- bzw. Triebschneeauflage konnte sich bereits etwas setzten und an Störanfälligkeit verlieren. In schattigen Hochlagen ist die Altschneedecke mit Krusten und eingelagerten kantigen Kristallen stellenweise ungünstig aufgebaut und geschwächt. Der Schnee wird je nach Exposition im Tagesverlauf bis in hohe Lagen feucht bzw. nass was zu einem Festigkeitsverlust und einer Destabilisierung der Schneedecke führt.

Tendenz

Bei ruhigem Hochdruckwetter geht die Lawinengefahr zum Ende der Woche langsam zurück.


Gefahrenstufe

1500m
Lawinenproblem
Altschnee
1500m
Nassschnee


Vorrangig Nassschneeproblem sowie vereinzelten schwachen Altschnee beachten

Die Lawinengefahr ist in höheren Lagen mäßig. Nasse Lockerschneelawinen können sich vor allem in extrem steilem Gelände lösen. Die spontane Lawinenaktivität nimmt im Tagesverlauf mit der Einstrahlung und Erwärmung zu. Triebschneepakete sind in hohen, schattseitigen Lagen störanfällig und können vereinzelt in steilen Hangzonen als Schneebrett ausgelöst werden.

Schneedecke

Die Neu- bzw. Triebschneeauflage konnte sich bereits etwas setzen und an Störanfälligkeit verlieren. In schattigen Hochlagen ist die Altschneedecke mit Krusten und eingelagerten kantigen Kristallen stellenweise ungünstig aufgebaut und geschwächt. Der Schnee wird je nach Exposition im Tagesverlauf bis in hohe Lagen feucht bzw. nass was zu einem Festigkeitsverlust und einer Destabilisierung der Schneedecke führt.

Tendenz

Bei ruhigem Hochdruckwetter geht die Lawinengefahr zum Ende der Woche langsam zurück.

FRÜHER

Gefahrenstufe


Lawinenproblem
Nassschnee
Altschnee
1500m

SPÄTER

Gefahrenstufe


Lawinenproblem
Nassschnee
Altschnee
1500m

Durchfeuchtung dringt in schlechten Altschnee ein

Die Lawinengefahr ist oberhalb der Waldgrenze erheblich. Unterhalb ist sie in der Früh gering und steigt durch Wärme und Strahlung überall rasch an auf mäßige Gefahr. Vor allem mittlere, mitunter aber auch große Schneebrettlawinen können an einigen Stellen leicht durch Personen ausgelöst werden. Betroffen sind alle Expositionen, vermehrt jedoch der Nordostsektor. Gefahrenbereiche sind abseits offensichtlicher Triebschneelinsen schwer zu erkennen, weshalb weiterhin zu Zurückhaltung und zu defensiver Routenwahl geraten wird. Dies insbesondere auch im Bereich der Waldgrenze und in Waldschneisen. Sonnseitig sind spontan nasse Lockerschnee- sowie Gleitschneelawinen zu erwarten, in tiefen bis mittleren Lagen auch im Nordsektor. Lockerschneerutsche können leicht in den Trieb- und Altschnee durchreißen und gefährliche Größe erreichen. Außerdem sind Auslösungen nasser Schneebretter durch Schifahrer möglich.

Schneedecke

Den oberen Teil der Schneedecke bilden mehrere Schichten aus durch Windeinfluss geprägtem Neuschnee der letzten Woche. Dort, wo vor den Schneefällen eine nennenswerte Altschneedecke vorhanden war ist das Fundament komplett aufbauend umgewandelt und kohäsionslos. Brüche erfolgen primär zwischen den letzten Triebschneepaketen, können aber bei größerer Belastung auf diesen Tiefenreif durchschlagen. In der Nacht bildet sich ein meist tragfähiger Schmelzdeckel aus, der tagsüber mit der Wärme schnell aufweicht. Mancherorts wird bereits Isothermie erreicht.

Tendenz

Nur langsamer Rückgang der Gefährdung durch schlechten Altschneedeckenaufbau.

FRÜHER

Gefahrenstufe

1500m
Lawinenproblem
Altschnee
1500m
Gleitschnee

SPÄTER

Gefahrenstufe

1500m
Lawinenproblem
Nassschnee
1500m
Nassschnee
1500m
Altschnee
1500m

Mit der Sonneneinstrahlung steigt die Lawinengefahr.

Die Lawinengefahr ist oberhalb von 1500 m mäßig, unterhalb davon ist sie gering. Gleit- und Nassschnee werden im Tagesverlauf zum Hauptproblem. Schon über Nacht und vormittags lösen sich kleine und mittlere Gleitschneelawinen vereinzelt an Steilhängen mit glattem Untergrund von selbst. Mit der Sonneneinstrahlung nimmt die Gleitschneeaktivität zu und aus extrem steilem Gelände sind dann auch nasse Lockerschneelawinen bis zu mittlerer Größe zu erwarten. Daneben ist oberhalb von 1500 m schwacher Altschnee problematisch. Mit großer Zusatzbelastung können in den Expositionen West über Nord bis Ost vereinzelt mittlere Schneebrettlawinen ausgelöst werden. Vorsicht vor allem an Übergangsbereichen von wenig zu viel Schnee.

Schneedecke

Der Schnee der vergangenen Woche liegt in höheren Lagen auf einem schwachen Altschneefundament. Oberflächlich gefriert er über Nacht meist tragfähig, in der Sonne weicht er tagsüber schnell wieder auf. Die Durchfeuchtung schreitet dann voran. Die Schneedecke ist meist schwach feucht, teils bis zum Boden völlig durchnässt. In Schattenhängen höherer Lagen sind tiefer in der Schneedecke kantige Kristalle zu finden.

Tendenz

Weiterhin Frühjahrsverhältnisse mit inkludiertem Altschneeproblem.

FRÜHER

Gefahrenstufe

1300m
Lawinenproblem
Nassschnee
1300m
Gleitschnee
1300m

SPÄTER

Gefahrenstufe

1300m
Lawinenproblem
Nassschnee
1300m
Gleitschnee
1300m

Kleinere Lawinenkegel aus Nassschnee aufgrund von Tauwetter möglich

Die Schneedecke des letzten Schneefalls ist mit der Erwärmung destabilisiert worden. Die Gefahr von Nassschneelawinen hat zugenommen, vor allem in extremen Steilgeländen. Auf grasigen Hängen sind Gleitschneelawinen möglich. Dies gilt nur für die höchsten Gipfel, wo noch etwas Gebundener Schnee vorhanden ist.

Schneedecke

gm.4: kalt auf warm / warm auf kalt

Da sich das Wetter erwärmt, ist ein Großteil des Schnees vom letzten Schneefall weggeräumt. Die Schneegrenze liegt auf etwa 1200 m. Der Schnee gefriert in der Nacht, wird aber tagsüber schnell härter und kann stellenweise instabil werden.

Tendenz

In den nächsten Tagen sind typische Frühlingsbedingungen zu erwarten. Die Schneedecke wird über Nacht gefrieren, aber tagsüber, bei Sonnenschein und hohen Temperaturen, wird sich die Strahlung verändern und der Schnee schneller schmelzen.


Gefahrenstufe


Lawinenproblem
Nassschnee


Nasser Schnee!

Die Lawinengefahr wird mit gering bewertet. Vereinzelt sind kleine nasse Rutsche möglich.

Schneedecke

Die Schneedecke ist nass bzw. durchfeuchtet.

Tendenz

Fortbestand vom Hochdruckwetter mit einer Frostgrenze in 2700 m Höhe.


Gefahrenstufe


Lawinenproblem
Nassschnee


Nassschneeproblem bei geringer Lawinengefahr

Die Lawinengefahr ist gering. Trotzdem können sich in steilen Hangzonen mit Schneereserven, also auch Waldhängen oder auf Böschungen kleinere Nassschneelawinen spontan lösen.

Schneedecke

Der Regen, Sonne und die Erwärmung haben der Schneedecke zugesetzt. Mit zunehmender Durchfeuchtung verliert der bereits oft feuchte Schnee an Stabilität und kann auf steilen Gras- und Waldhängen abrutschen.

Tendenz

Bei ruhigem Hochdruckwetter schwinden die Schneereserven zunehmend.