Lawinenwarndienst Steiermark

Sonntag, 8. Februar 2026

Veröffentlicht am 07.02.2026, 17:29:00


Gefahrenstufe

1800m
Lawinenproblem
Altschnee
1800m


Schwacher, störanfälliger Altschnee ist die Hauptgefahr

Die Lawinengefahr ist oberhalb etwa 1800 m erheblich. Vor allem von West über Nord nach Ost können an einigen Stellen schon von einzelnen Personen mittelgroße Schneebrettlawinen ausgelöst werden. Brüche können in den schlecht aufgebauten Altschnee durchreißen. Die Gefahrenstellen sind kaum erkennbar und sollten defensiv beurteilt werden. Fernauslösungen sind möglich. Vorsicht insbesondere im Übergang von wenig zu viel Schnee und in den eingewehten Einfahrtsbereichen von Rinnen und Mulden. Sonnseitig können sich mit Sonneneinstrahlung aus sehr steilen Hängen feuchte Rutsche lösen.

Schneedecke

Der Mitte der Woche bei meist mäßigem Wind gefallene Schnee lagerte sich auf eine schlecht aufgebaute Altschneedecke ab und bildete eine gebundene Auflage (Brett). Brüche können innerhalb der Altschneedecke erfolgen, die oft aus einer Abfolge aus Schmelzkrusten und kantigen Formen bzw. Tiefenreif besteht. Zudem können noch bestehende Schwachschichten am Übergang der Auflage zur Altschneedecke gestört werden. Sonnseitig und in tieferen Lagen wird die Schneedecke angefeuchtet.

Tendenz

Besonders alpensüdseitig halten sich unterhalb von 2000 m weiterhin zähe Hochnebelfelder. Die Lawinengefahr nimmt langsam ab.


Gefahrenstufe

Waldgrenze
Lawinenproblem
Triebschnee
Waldgrenze
Altschnee


Frischer Triebschnee auf schwachem Altschnee

Die Lawinengefahr ist über der Waldgrenze mäßig. Frische Triebschneelinsen können speziell im ostexponierten Steilgelände an wenigen Stellen ausgelöst werden. In den Nord- und Ostexpositionen besteht zudem in Höhenlagen oberhalb der Waldgrenze nach wie vor ein Altschneeproblem. Bei einem Durchriss bis in die Altschneedecke können die Lawinen mitunter mittlere Größe erreichen. Vorsicht im Bereich von Geländefallen. Sonnseitig können sich mit Sonneneinstrahlung aus sehr steilen Hängen feuchte Rutsche lösen.

Schneedecke

Etwas Neuschnee (am meisten im Toten Gebirge) bzw. dünne Triebschneelinsen überdecken eine teils sehr variable und meist harte Altschneedecke. In schattigen Rinnen und Mulden liegt deutlich mehr Schnee als in sonnigen Hanglagen, die bis 2000 m hinauf teils aper sind. In den Nord- und Ostexpositionen ist die Schneedecke weiterhin durch Schichten mit kantigen Kristallen und Schwimmschnee geschwächt, das Altschneeproblem bleibt weiterhin bestehen.

Tendenz

An der Alpennordseite bei föhnigem Südwind vermehrt Auflockerungen. Keine wesentliche Änderung der Lawinengefahr.


Gefahrenstufe

Waldgrenze
Lawinenproblem
Altschnee
Waldgrenze
Triebschnee
Waldgrenze


Besonders schwacher Altschnee sowie älterer Triebschnee sind weiterhin störanfällig

Die Lawinengefahr wird oberhalb der Waldgrenze mit mäßig beurteilt, darunter ist sie gering. Es herrscht nach wie vor ein Altschneeproblem in den Nord- und Ostexpositionen. Zudem können bestehende Triebschneeablagerungen durch geringe Zusatzbelastung als kleine Schneebrettlawinen ausgelöst werden. Beim Durchbrechen in die schwache Altschneedecke sind auch Schneebrettlawinen mittlerer Größe möglich. Die Gefahrenbereiche befinden sich vor allem im Übergang von wenig zu mehr Schnee sowie hinter Geländekanten und im Einfahrtsbereich von Rinnen und Mulden. Oft sind die Gefahrenstellen schwer zu erkennen. Sonnseitig können sich mit Sonneneinstrahlung aus sehr steilen Hängen feuchte Rutsche lösen.

Schneedecke

Älterer Triebschnee gestaltet sich in höheren, steilen Bereichen noch störanfällig. In schattigen Rinnen und Mulden liegt deutlich mehr Schnee als in sonnigen Hanglagen. Hier wird die Schneedecke bei Einstrahlung angefeuchtet. In den Nord- und Ostexpositionen wird die Altschneedecke weiterhin durch Krusten und Schichten mit kantigen Kristallen und Schwimmschnee geschwächt, das Altschneeproblem bleibt weiter bestehen. Es liegt weiterhin deutlich weniger Schnee als im Durchschnitt. Sonnseitig und in tieferen Lagen wird die Schneedecke angefeuchtet.

Tendenz

Besonders alpensüdseitig halten sich unterhalb von 2000 m weiterhin zähe Hochnebelfelder. An der Alpennordseite können diese bei föhnigem Südwind lichten. Keine wesentliche Änderung der Lawinengefahr.


Gefahrenstufe

Waldgrenze
Lawinenproblem
Altschnee
Waldgrenze


Geringe Lawinengefahr, vereinzelte Gefahrenstellen in den Expositionen Nord und Ost!

Die Lawinengefahr ist gering. An wenigen Stellen der Hochlagen können in steilen Rinnen und Mulden Triebschneeansammlungen als kleine Schneebrettlawinen ausgelöst werden. Gefahrenstellen für Lawinen und vereiste Bereiche sind von einer dünnen Neuschneeauflage überdeckt. Im Allgemeinen überwiegt die Mitreiß-, Absturz- und Verletzungsgefahr der Verschüttungsgefahr. Vorsicht jedoch im Bereich von Geländefallen.

Schneedecke

Es liegt weiterhin deutlich weniger Schnee als im Durchschnitt. Kleine, ältere Triebschneeansammlungen oberhalb von 1500 m wurden durch wenige Zentimeter Neuschnee überdeckt. Wo ein Schneedeckenfundament vorhanden ist (schattige Bereiche in den Hochlagen), schwächen kantige Schneekristalle die Stabilität der Schneedecke.

Tendenz

Besonders alpensüdseitig halten sich unterhalb von 2000 m weiterhin zähe Hochnebelfelder aus denen es immer wieder Niederschlag geben kann. Keine wesentliche Änderung der Lawinengefahr.


Gefahrenstufe

Waldgrenze
Lawinenproblem
Altschnee
Waldgrenze


Geringe Lawinengefahr, beständiges Altschneeproblem beachten

Die Lawinengefahr ist gering. In den Nord- und Ostexpositionen besteht in Höhenlagen oberhalb der Waldgrenze nach wie vor ein Altschneeproblem. Ältere Triebschneelinsen können speziell im nord- und ostexponierten Steilgelände an wenigen Stellen ausgelöst werden. Selbst bei einem Durchriss bis in die Altschneedecke bleiben die Lawinen aber klein. Im Allgemeinen überwiegt die Mitreiß-, Absturz- und Verletzungsgefahr der Verschüttungsgefahr. Vorsicht jedoch im Bereich von Geländefallen. Sonnseitig können sich mit Sonneneinstrahlung aus sehr steilen Hängen feuchte Rutsche lösen.

Schneedecke

Es liegt weiterhin deutlich weniger Schnee als im Durchschnitt. Wenige Zentimeter Neuschnee bzw. vereinzelte Triebschneelinsen überdecken teilweise eine sehr variable und meist harte Altschneedecke. In schattigen Rinnen und Mulden liegt deutlich mehr Schnee als in sonnigen Hanglagen, die bis 2000 m hinauf teils aper sind. In den Nord- und Ostexpositionen ist die Schneedecke weiterhin durch Schichten mit kantigen Kristallen und Schwimmschnee geschwächt, das Altschneeproblem bleibt weiterhin bestehen.

Tendenz

An der Alpennordseite bei föhnigem Südwind vereinzelte Auflockerungen. Keine wesentliche Änderung der Lawinengefahr.