Lawinenwarndienst Steiermark

Montag, 9. Februar 2026

Veröffentlicht am 08.02.2026, 17:00:00


Gefahrenstufe

1800m
Lawinenproblem
Altschnee
1800m


Schwacher, störanfälliger Altschnee ist die Hauptgefahr

Die Lawinengefahr ist über etwa 1800 m erheblich. Vor allem von West über Nord nach Ost können an einigen Stellen schon von einzelnen Personen mittelgroße Schneebrettlawinen ausgelöst werden. Brüche können in den schlecht aufgebauten Altschnee durchreißen. Die Gefahrenstellen sind kaum erkennbar und sollten defensiv beurteilt werden. Vereinzelt sind Fernauslösungen möglich. Vorsicht insbesondere im Übergang von wenig zu viel Schnee und in den eingewehten Einfahrtsbereichen von Rinnen und Mulden.

Schneedecke

Die oft gebundene Schneeauflage (Brett) liegt auf einer schlecht aufgebaute Altschneedecke. Brüche können innerhalb der Altschneedecke erfolgen, die oft aus einer Abfolge aus Schmelzkrusten und kantigen Formen bzw. Tiefenreif besteht. Zudem können noch bestehende Schwachschichten (überdeckter Oberflächenreif) am Übergang der Auflage zur Altschneedecke gestört werden.

Tendenz

Die Lawinensituation bessert sich nur langsam.


Gefahrenstufe

1800m
Lawinenproblem
Triebschnee
1800m
Altschnee


Triebschnee auf schwachem Altschnee

Die Lawinengefahr ist über etwa 1800 m mäßig. Triebschneelinsen können speziell im ostexponierten Steilgelände an wenigen Stellen ausgelöst werden. In den Nord- und Ostexpositionen besteht zudem in Höhenlagen oberhalb der Waldgrenze nach wie vor ein Altschneeproblem. Bei einem Durchriss bis in die Altschneedecke können die Lawinen mitunter mittlere Größe erreichen. Vorsicht im Bereich von Geländefallen. Sonnseitig können sich mit Sonneneinstrahlung aus sehr steilen Hängen feuchte Rutsche lösen.

Schneedecke

Eine unterschiedlich mächtige Schneeauflage (am größten im Toten Gebirge) bzw. dünne Triebschneelinsen überdecken eine teils sehr variable und meist harte Altschneedecke. In schattigen Rinnen und Mulden liegt deutlich mehr Schnee als in sonnigen Hanglagen, die bis 2000 m hinauf teils aper sind. In den Nord- und Ostexpositionen ist die Schneedecke weiterhin durch Schichten mit kantigen Kristallen und Schwimmschnee geschwächt, das Altschneeproblem bleibt weiterhin bestehen.

Tendenz

Keine wesentliche Änderung der Lawinengefahr.


Gefahrenstufe

1800m
Lawinenproblem
Altschnee
1800m


Vorsicht vor schwachem Altschnee!

Die Lawinengefahr wird über etwa 1800 m mit mäßig beurteilt, darunter ist sie gering. Es herrscht nach wie vor ein Altschneeproblem in den Nord- und Ostexpositionen. Zudem können am wenigen Stellen ältere Triebschneeablagerungen durch geringe Zusatzbelastung als kleine Schneebrettlawinen ausgelöst werden. Beim Durchbrechen in die schwache Altschneedecke sind auch Schneebrettlawinen mittlerer Größe möglich. Die Gefahrenbereiche befinden sich vor allem im Übergang von wenig zu mehr Schnee sowie hinter Geländekanten und im Einfahrtsbereich von Rinnen und Mulden. Oft sind die Gefahrenstellen schwer zu erkennen.

Schneedecke

Älterer Triebschnee gestaltet sich in höheren, steilen Bereichen durch Schwachschichten wie eingeschneiten Oberflächenreif noch störanfällig. In schattigen Rinnen und Mulden liegt deutlich mehr Schnee als in sonnigen Hanglagen. In den Nord- und Ostexpositionen wird die Altschneedecke weiterhin durch Krusten und Schichten mit kantigen Kristallen und Schwimmschnee geschwächt, das Altschneeproblem bleibt weiter bestehen. Es liegt weiterhin deutlich weniger Schnee als im Durchschnitt.

Tendenz

Besonders alpensüdseitig halten sich unterhalb von 2000 m weiterhin zähe Hochnebelfelder. An der Alpennordseite können diese bei föhnigem Südwind lichten. Keine wesentliche Änderung der Lawinengefahr.


Gefahrenstufe

Waldgrenze
Lawinenproblem
Altschnee
Waldgrenze


Geringe Lawinengefahr, vereinzelte Gefahrenstellen in den Expositionen Nord und Ost!

Die Lawinengefahr ist gering. An wenigen Stellen der Hochlagen können in steilen Rinnen und Mulden kleine Schneebrettlawinen ausgelöst werden. Gefahrenstellen für Lawinen sind von einer dünnen Auflage überdeckt und oft schwer zu erkennen. Im Allgemeinen überwiegt die Mitreiß-, Absturz- und Verletzungsgefahr der Verschüttungsgefahr. Vorsicht jedoch im Bereich von Geländefallen.

Schneedecke

Es liegt weiterhin wenig Schnee. Die Schneedecke ist stellenweise feucht oder verharscht. In den Hochlagen schwächen aber schattseitig immer noch kantige Schneekristalle die Stabilität. Darüber kann im erweiterten Ostsektor vereinzelt auch ein dünne, gebundene Auflage liegen, die teilweise keine gute Bindung zur Altschneedecke aufweist.

Tendenz

Keine wesentliche Änderung der Lawinengefahr.


Gefahrenstufe

Waldgrenze
Lawinenproblem
Altschnee
Waldgrenze


Geringe Lawinengefahr, beständiges Altschneeproblem beachten

Die Lawinengefahr ist gering. In den Nord- und Ostexpositionen besteht in Höhenlagen oberhalb der Waldgrenze nach wie vor ein Altschneeproblem. Im nord- und ostexponierten Steilgelände kann die gebundene Auflage an wenigen Stellen ausgelöst werden. Selbst bei einem Durchriss bis in die Altschneedecke bleiben die Lawinen aber klein. Im Allgemeinen überwiegt die Mitreiß-, Absturz- und Verletzungsgefahr der Verschüttungsgefahr. Vorsicht jedoch im Bereich von Geländefallen. Sonnseitig können sich mit Sonneneinstrahlung aus sehr steilen Hängen feuchte Rutsche lösen.

Schneedecke

Es liegt weiterhin deutlich weniger Schnee als im Durchschnitt. Eine dünne Auflage überdeckt teilweise eine sehr variable und meist harte Altschneedecke. In schattigen Rinnen und Mulden liegt deutlich mehr Schnee als in sonnigen Hanglagen, die bis 2000 m hinauf teils aper sind. In den Nord- und Ostexpositionen ist die Schneedecke weiterhin durch Schichten mit kantigen Kristallen und Schwimmschnee bis zum Fundament geschwächt, das Altschneeproblem bleibt weiterhin bestehen.

Tendenz

Keine wesentliche Änderung der Lawinengefahr.