Lawinenwarndienst Salzburg

Mittwoch, 22. April 2026

Veröffentlicht am 21.04.2026, 17:00:00


Gefahrenstufe

2600m
Lawinenproblem
Nassschnee
2600m
Altschnee
2400m


Rascher Festigkeitsverlust mit der Sonneneinstrahlung

Die Lawinengefahr ist mäßig. An wenigen Stellen sind spontane oder künstlich ausgelöste nasse Lockerschneelawinen möglich, insbesondere aus sehr steilem Gelände unterhalb etwa 2600 m, in denen noch flächig Schnee liegt. Lawinen können im nassen Schnee bis auf den Boden durchreißen, mittlere Größe erreichen und bei ungünstiger Geländeform bis ins Grüne vorstoßen. Oberhalb etwa 2400 m gibt es in den Expositionen West über Nord Ost, hochalpin auch im Südsektor, noch einzelne Gefahrenstellen, an denen Schneebrettlawinen im Altschnee ausgelöst werden können. Vorsicht an den steilen Übergängen von wenig auf viel Schnee.

Schneedecke

Eingeschränkte nächtliche Abstrahlung begrenzt die oberflächliche Kältereserve. Oberhalb etwa 2200 m gibt es 5 bis 15 cm gesetzten Neuschnee. Die Schneedecke darunter besteht aus kompaktem und bis in hohe Lagen von Regen geprägtem Schnee. Vor allem in den Hochlagen sind weichere Schichten eingelagert, welche oberflächennahe Brüche ermöglichen. An schattigen Hängen ab etwa 2400 Meter befinden sich weiterhin Schwachschichten aus kantigen Formen und Tiefenreif in der bodennahen Altschneedecke. Tiefe Lagen und sonnseitiges Steilgelände mittlerer Lagen sind meist ausgeapert.

Tendenz

Nach einer klaren Nacht Tagesgang der nassen Lawinenaktivität am Donnerstag.


Gefahrenstufe


Lawinenproblem
Nassschnee


Nassschnee bleibt die Hauptgefahr

Die Lawinengefahr ist mäßig. Spontane Nassschneelawinen sind dort möglich, wo noch flächig Schnee liegt, also im Wesentlichen an Schattenhängen der Hochlagen und teilweise an Ost- und Westhängen. Lawinen können bei starker Einstrahlung spontan abgehen oder durch Wintersport ausgelöst werden und mittlere Größe erreichen. Bei ungünstiger Geländeform können Lawinen auch bis ins Grüne vorstoßen.

Schneedecke

Verringerte Abstrahlung in der Nacht verhindert die Ausbildung eines tragfähigen Harschdeckels. Die Schneedecke besteht aus kompaktem und von Regen geprägtem Schnee, jedoch befinden sich an schattigen Hängen ab etwa 2400 Meter weiterhin Schwachschichten aus Tiefenreif in der bodennahen Altschneedecke. Die Schneedecke ist bis in hohe Lagen feucht bis nass. Tiefe Lagen und sonnseitiges Steilgelände mittlerer Lagen sind meist ausgeapert.

Tendenz

Nach einer klaren Nacht Tagesgang der nassen Lawinenaktivität am Donnerstag.


Gefahrenstufe


Lawinenproblem
Nassschnee


Kleine, spontane Nassschneelawinen im Tagesverlauf

Die Lawinengefahr ist gering. An sehr wenigen Stellen im Gelände sind vorwiegend kleine nasse Schneebrett- oder Lockerschneelawinen durch Zusatzbelastung oder spontan möglich. Dadurch steigt die Mitreißgefahr im Absturzgelände.

Schneedecke

In schattigen Lagen bzw. in den Hochlagen findet sich noch Schnee, besonntes Steilgelände weist aber bis in zumindest mittlere Höhenlagen oft keine großflächig zusammenhängende Schneedecke mehr auf oder ist bereits ausgeapert. Die Schneeoberfläche ist in der Früh teilweise dünn verkrustet und weicht am Vormittag rasch auf.

Tendenz

Nach einer meist klaren Nacht weicht der Harsch am Donnerstag im Tagesverlauf auf.