Lawinenwarndienst Salzburg

Dienstag, 21. April 2026

Veröffentlicht am 20.04.2026, 17:00:00


Gefahrenstufe

2600m
Lawinenproblem
Nassschnee
2600m
Altschnee
2400m


Spontane, nasse Lawinen sind weiterhin möglich

Die Lawinengefahr ist mäßig. Es sind stellenweise spontane Nassschneelawinen möglich. Besonders gefährdet sind steile Bereiche zwischen 2400 m und 2600 m, in denen noch flächig Schnee liegt. Lawinen bleiben meist mittelgroß, sie können im nassen Schnee bis auf den Boden durchreißen, untypisch weit auslaufen und bis ins Grüne vorstoßen. Oberhalb etwa 2400 m, im Steilgelände von West über Nord nach Ost, befinden sich einzelne Gefahrenstellen im trockenen Altschnee, hochalpin auch im Südsektor. Vorsicht bei den Übergängen von wenig auf viel Schnee.

Schneedecke

Verringerte Abstrahlung in der Nacht verhindert oft eine Ausbildung eines tragfähigen Harschdeckels. Oberhalb von 2200 m sind bis zu 10 cm Neuschnee gefallen, die sich gut mit der Schneedecke verbunden haben. Die Schneedecke besteht aus kompaktem und bis in hohe Lagen von Regen geprägtem Schnee. Vor allem in der Höhe sind jedoch weichere Schichten eingelagert, welche oberflächennahe Brüche ermöglichen. An schattigen Hängen ab etwa 2400 Meter befinden sich weiterhin Schwachschichten aus kantigen Formen und Tiefenreif in der bodennahen Altschneedecke. Die Schneedecke ist bis in hohe Lagen feucht bis nass. Tiefe und sonnseitige Lagen sind ausgeapert.

Tendenz

Die nächtliche Abstrahlung ist weiter eingeschränkt, es bleibt kühl. Die Gefahr nasser Lawinen bleibt weiterhin bestehen.


Gefahrenstufe


Lawinenproblem
Nassschnee


Nassschnee bleibt die Hauptgefahr

Die Lawinengefahr ist mäßig. Spontane Nassschneelawinen sind dort möglich, wo noch flächig Schnee liegt, also an Schattenhängen in der Höhe und teilweise an Ost- und Westhängen. Lawinen können spontan abgehen oder durch Wintersport ausgelöst werden. Sie bleiben mittelgroß. Durch untypisch weite Auslauflängen wird aperes Gelände bedroht.

Schneedecke

Verringerte Abstrahlung in der Nacht verhindert eine Ausbildung eines tragfähigen Harschdeckels. Die Schneedecke besteht aus kompaktem und von Regen geprägtem Schnee, jedoch befinden sich an schattigen Hängen ab etwa 2400 Meter weiterhin Schwachschichten aus Tiefenreif in der bodennahen Altschneedecke. Die Schneedecke ist bis in hohe Lagen feucht bis nass. Tiefe und sonnseitige Lagen sind ausgeapert.

Tendenz

Die nächtliche Abstrahlung ist weiter eingeschränkt, es bleibt kühl. Die Gefahr nasser Lawinen bleibt weiterhin bestehen.


Gefahrenstufe


Lawinenproblem
Nassschnee


Kleine, spontane Nassschneelawinen an schneereichen Orten sind möglich

Die Lawinengefahr ist gering. Die letzten Schneereste können spontan als kleine Nassschneerutsche abgehen. Dadurch steigt die Mitreißgefahr im Absturzgelände.

Schneedecke

Stellenweise findet man in der Höhe noch ein wenig Schnee, das meiste Gelände ist jedoch bereits ausgeapert. Die Schneeoberfläche ist von der Früh weg weich.

Tendenz

Langsame Verringerung der Lawinengefahr durch Abschmelzen des verbliebenen Schnees.