Lawinenwarndienst Salzburg

Donnerstag, 16. April 2026

Veröffentlicht am 15.04.2026, 17:00:00


Gefahrenstufe

2800m
Lawinenproblem
Nassschnee
2800m
Altschnee
2400m


Nassschneelawinen lösen sich bis in große Höhen

Die Lawinengefahr ist unterhalb etwa 2800 m bereits am Vormittag erheblich. Besonders gefährdet sind steile Bereiche im erweiterten Nordsektor zwischen 2100 m und 2600 m. Zwar bildet sich vor allem in der Höhe über Nacht ein Schmelzharschdeckel aus, dieser weicht jedoch rasch auf. An noch nicht entladenen Hängen sind nasse Schneebrett- und Lockerschneelawinen zu erwarten. Dies in jenen Expositionen, in denen noch flächig Schnee liegt, in Hochlagen also auch südseitig. Die meisten Lawinen gehen spontan ab, vereinzelt sind Fernauslösungen möglich. Lawinen können mit dem Sammeln von nassem Schnee und Durchreißen in den Altschnee an einigen Stellen groß werden und untypisch hohe Auslauflängen erreichen. Vorsicht auch in aperen Wirkungsbereichen von Gräben. Es gibt vereinzelte Anzeichen von Gleitschneeaktivität. An wenigen Stellen über 2400 m können zudem noch Schwachschichten direkt im Altschnee gestört werden, besonders an West-, Nord- und Osthängen, hochalpin auch südseitig. Schneebretter im trockenen Altschnee bleiben vorwiegend mittelgroß.

Schneedecke

Die Schneedecke kühlt über Nacht schlecht aus, nur in der Höhe bildet sich ein Schmelzharschdeckel, welcher rasch aufweicht. Darunter liegt kompakter Schnee, jedoch sind vor allem in der Höhe weichere Schichten eingelagert, welche oberflächennahe Brüche ermöglichen. An schattigen Hängen ab etwa 2400 Meter befinden sich weiterhin Schwachschichten aus kantigen Formen und Tiefenreif in der bodennahen Altschneedecke. Spätestens im Tagesgang wird die Schneedecke bis in hohe Lagen feucht bis nass. Tiefe und sonnseitige Lagen sind ausgeapert.

Tendenz

Die Nacht auf Freitag verläuft überwiegend klar und es kommt zu einem ausgeprägten Tagesgang.


Gefahrenstufe


Lawinenproblem
Nassschnee
Altschnee
2200m


Nassschneelawinen lösen sich bis in die Gipfelbereiche

Die Lawinengefahr ist mäßig. Der Schmelzharschdeckel in höheren Lagen weicht rasch auf. An noch nicht entladenen Hängen sind schon am Vormittag nasse Lockerschnee- und Schneebrettlawinen möglich, wobei die Gefährdung am Nachmittag nochmals etwas ansteigt. Dies in jenen Expositionen, in denen noch flächig Schnee liegt. Lawinen können spontan abgehen oder durch Wintersport ausgelöst werden. Sie bleiben meist mittelgroß, mit dem Sammeln nassen Schnees und Durchreißen bis in bodennahe Schwachschichten sind in Ausnahmefällen große Lawinen denkbar. Vorsicht auch in aperen Auslaufbereichen von Gräben. Vereinzelt sind kleine Gleitschneerutsche zu verzeichnen. Nur noch an wenigen, hochgelegenen Stellen sind im erweiterten Nordsektor Auslösepunkte für trockene Altschneelawinen vorhanden.

Schneedecke

Die Schneedecke kühlt über Nacht schlecht aus, nur in der Höhe bildet sich ein dünner Schmelzharschdeckel, welcher rasch aufweicht. Darunter liegt kompakter Schnee, jedoch befinden sich an schattigen Hängen ab etwa 2200 Meter weiterhin Schwachschichten aus Tiefenreif in der bodennahen Altschneedecke. Spätestens im Tagesgang wird die Schneedecke bis in hohe Lagen feucht bis nass. Tiefe und sonnseitige Lagen sind ausgeapert.

Tendenz

Die Nacht auf Freitag verläuft überwiegend klar und es kommt zu einem ausgeprägten Tagesgang.


Gefahrenstufe


Lawinenproblem
Nassschnee


Kleine Nassschneelawinen an schneereichen Orten

Die Lawinengefahr ist gering. Die letzten Schneereste können spontan als kleine Nassschneerutsche abgehen. Dadurch steigt die Mitreißgefahr im Absturzgelände.

Schneedecke

Die nächtliche Abstrahlung ist schlecht und die Schneedecke bleibt weitgehend isotherm. Stellenweise findet man in der Höhe noch ein wenig Schnee, das meiste Gelände ist jedoch bereits ausgeapert.

Tendenz

Langsame Verringerung der Lawinengefahr durch Abschmelzen und Wegregnen des verbliebenen Schnees. Die Nacht auf Freitag verläuft überwiegend klar.