Dienstag, 14. April 2026

Veröffentlicht am 13.04.2026, 17:00:00


Gefahrenstufe

2500m
Lawinenproblem
Nassschnee
2500m
Altschnee
2400m
Triebschnee
2500m


Regeneintrag schwächt die Schneedecke, hoch oben Neuschnee

Die Lawinengefahr ist unterhalb etwa 2500 m bereits am Vormittag erheblich. An noch nicht entladenen Hängen sind mit Regen nasse Schneebrett- und Lockerschneelawinen zu erwarten. Dies in jenen Expositionen, in denen noch flächendeckend Schnee liegt. Die Lawinen können spontan abgehen oder von Personen ausgelöst werden. Sie können mit dem Sammeln von nassem Schnee und Durchreißen in den Altschnee an einigen Stellen groß werden. Vorsicht auch in aperen Auslaufbereichen von Gräben. Es gibt vereinzelte Anzeichen von Gleitschneeaktivität. An wenigen Stellen über 2400 m können zudem noch Schwachschichten direkt im Altschnee gestört werden, besonders an West-, Nord- und Osthängen, hochalpin auch südseitig. Schneebretter im Altschnee bleiben vorwiegend mittelgroß. Die Gefahrenstellen dafür sind schwer erkennbar. Starker Südföhn hat am Montag kleine Triebschneelinsen in hochgelegenen Rinnen und Mulden abgelagert, welche lokal mit Neuschnee überdeckt und schwer erkennbar werden.

Schneedecke

Es ist etwas kälter als zuvor. Die Schneedecke kann über Nacht trotzdem nur schlecht auskühlen und ist bereits in der Früh aufgeweicht. Darunter liegt gut gesetzter Schnee der letzten Niederschlagsperioden, jedoch sind vor allem in der Höhe weichere Schichten eingelagert, welche oberflächennahe Brüche ermöglichen. An schattigen Hängen ab etwa 2400 Meter befinden sich weiterhin Schwachschichten aus kantigen Formen und Tiefenreif in der bodennahen Altschneedecke. Spätestens im Tagesgang wird die Schneedecke bis in hohe Lagen feucht bis nass. Tiefe und sonnseitige Lagen sind ausgeapert.

Tendenz

Das Nassschneeproblem bleibt bestehen.


Gefahrenstufe

2400m
Lawinenproblem
Nassschnee
2400m
Altschnee
2400m


Eingeschränkte Sicht und erhöhte Nassschneegefahr

Gefahr von nassen Lawinen in allen Expositionen unterhalb rund 2400 m, insbesondere in sehr steilen Hängen im Nordsektor zwischen 1800--2400 m. Spontane Lawinen sind möglich und Personen können nasse Schneebretter auslösen. Lawinen können groß werden bzw. in ihrer Sturzbahn mehr nassen Schnee mitreißen und große Lauflängen erreichen. Im Hochgebirge können kleinräumige Triebschneeansammlungen frisch überschneit werden, insbesondere hinter Geländekanten und im kammnahen Steilgelände. Zudem können Wintersportler stellenweise Lawinen in oberflächennahen Schwachschichten hochgelegener Schattenhänge auslösen. Solche Gefahrenstellen sind kaum zu erkennen. Wo die Schneeoberfläche hart gefroren ist, besteht im Steilgelände Absturzgefahr.

Schneedecke

Nach stark reduzierter nächtlicher Abstrahlung gefriert die Schneedecke nur im Hochgebirge knapp. Oberhalb rund 2200 m fallen etwa 5 cm Neuschnee, darunter regnet es zeitweise mäßig. In einem Höhenband zwischen etwa 1800--2400 m ist der bodennahe Schwimmschnee auch im Nordsektor durchnässt und störanfällig. Im hochgelegenen, schattseitigen Steilgelände befinden sich ungünstige Zwischenschichten im obersten Meter der Schneedecke, die stellenweise gestört werden können. Ein mächtiger Mittelteil aus kompakten Schichten überdeckt eine Basis aus Tiefenreif und kantigen Kristallen.

Tendenz

Leichter Hochdruckeinfluss und zunehmend freundlicher mit milden Temperaturen. Weiterhin teils stark reduzierte Abstrahlung.


Gefahrenstufe


Lawinenproblem
Nassschnee
Altschnee
2200m


Regeneintrag schwächt die Schneedecke

Die Lawinengefahr ist mäßig. An noch nicht entladenen Hängen sind mit Regeneintrag schon am Vormittag nasse Lockerschnee- und Schneebrettlawinen möglich. Dies in jenen Expositionen, in denen noch flächendeckend Schnee liegt. Lawinen können spontan abgehen oder durch Wintersport ausgelöst werden. Sie bleiben meist mittelgroß, mit dem Sammeln nassen Schnees und Durchreißen bis in bodennahe Schwachschichten sind in Ausnahmefällen große Lawinen denkbar. Vorsicht auch in aperen Auslaufbereichen von Gräben. Es gibt vereinzelte Anzeichen von Gleitschneeaktivität. An wenigen Stellen über 2200 m können im erweiterten Nordsektor bei großer Zusatzbelastung noch Schwachschichten direkt im Altschnee gestört werden und zu mittelgroßen Schneebrettlawinen führen.

Schneedecke

Es ist etwas kälter als zuvor. Die Schneedecke kann über Nacht trotzdem nur schlecht auskühlen und ist bereits in der Früh aufgeweicht. Darunter liegt gut gesetzter Schnee der letzten Niederschlagsperioden. An schattigen Hängen ab etwa 2200 Meter befinden sich weiterhin Schwachschichten aus kantigen Formen und Tiefenreif in der bodennahen Altschneedecke. Spätestens im Tagesgang wird die Schneedecke bis in hohe Lagen feucht bis nass. Tiefe und sonnseitige Lagen sind ausgeapert.

Tendenz

Das Nassschneeproblem bleibt bestehen.


Gefahrenstufe


Lawinenproblem
Nassschnee


Nassschneegefahr in noch schneereichen, sehr steilen Bereichen

Nasse Lockerschneelawinen können sich durch Regen aus extrem steilen Gelände von selbst lösen. Auch Personen können Nassschneelawinen im sehr steilen Gelände auslösen. Die Gefahrenstellen sind meist nur noch in den Gipfellagen des Bregenzerwaldgebirges zu finden. Lawinen bleiben meist mittelgroß. An noch nicht entladenen, schneereicheren Steilhängen mit glattem Untergrund können sich in allen Expositionen Gleitschneelawinen lösen.

Schneedecke

Stark reduzierte nächtliche Abstrahlung und Regen schwächen die Schneedecke. Sie ist in allen Höhen und Expositionen stark durchnässt.

Tendenz

Leichter Hochdruckeinfluss und zunehmend freundlicher mit milden Temperaturen. Foranschreitende Ausaperung.


Gefahrenstufe


Lawinenproblem
Nassschnee
Altschnee
2200m


Mäßige Lawinengefahr, Nassschneeproblem den ganzen Tag über!

Die Lawinengefahr ist mäßig. Aus noch nicht entladenem Gelände können sich an wenigen Stellen den ganzen Tag kleine bis mittelgroße, nasse Lockerschnee- und Schneebrettlawinen von selbst lösen oder durch geringe Zusatzbelastung ausgelöst werden. In wenigen, extrem steilen, schattigen Bereichen über 2200 m können noch kleine bis mittelgroße trockene Schneebrettlawinen ausgelöst werden.

Schneedecke

In der Nacht kann sich die Schneedecke kaum verfestigen und bleibt bis in hohe Lagen isotherm und weich. Durch die Durchnässung können vor allem nordseitig alte Schwachschichten im Altschnee reaktiviert werden. In allen Expositionen kann die durchnässte Schneedecke ihre Stabilität einbüßen oder auf glattem Untergrund zu gleiten beginnen. In tieferen Lagen und sonnseitig schreitet die Ausaperung rasch voran.

Tendenz

Am Mittwoch und Donnerstag bleibt das Wetter noch unbeständig. Danach wird es für ein paar Tage milder und stabiler. Die Lawinengefahr ändert sich kaum.


Gefahrenstufe


Lawinenproblem
Nassschnee
Altschnee
2200m


Nassschneeproblem beachten - ganztägig!

Die Lawinengefahr ist in Höhenlagen, wo noch eine ausreichend mächtige Schneedecke vorhanden ist, überwiegend mäßig. Aus noch nicht entladenem Steilgelände sind in allen Expositionen bis in höhere Lagen durch etwas Regen spontan bzw. vereinzelt durch Personen ausgelöste mittlere Nassschneelawinen jederzeit möglich. Nur mehr hochalpin und schattseitig könnten einzelne Schneebrettlawinen im sehr steilen Gelände durch große Zusatzbelastung ausgelöst werden.

Schneedecke

Über Nacht kann sich die Schneeoberfläche kaum festigen. Kurze Regenschauer in der Nacht und tagsüber bringen weitere Durchfeuchtung. Nur hochalpin gibt es wenige Zentimeter Neuschnee. Die Schneedecke ist im Inneren bis weit hinauf nass, sonst feucht und dadurch instabil. Nur mehr weit oben und schattseitig können noch vereinzelt Schwachschichten in der Altschneedecke vorhanden sein. Tiefe und sonnseitige mittlere Lagen sind aper.

Tendenz

Keine wesentliche Änderung bei der Lawinengefahr.


Gefahrenstufe

2200m
Lawinenproblem
Nassschnee
2200m
Triebschnee
2200m
Altschnee
1800m


Regentauwetter unterhalb 2200 m, kleine destabilisierte Triebschneeansammlungen oberhalb 2200 m.

Die Altschneedecke ist meist gut vernetzt und im Allgemeinen stabil. Bei Niederschlägen unterhalb von 2200 m nimmt die Festigkeitszunahme der oberen Schichten der Schneedecke ab. Dort, wo Niederschlagswasser in die angeschnittenen Schichten gelangt, können spontane Lawinenkegel aus nassem Gebundenen Schnee ausgelöst werden. Oberhalb von 2200 m sind Triebschneeansammlungen möglich, die bei geringer Belastung kleine Lawinen aus Gebundenem Schnee auslösen können.

Schneedecke

gm.10: frühjahrssituation

In einer Altschneedecke sind die Schneeschichten meist gut miteinander verbunden. Mehr oder weniger tief unter der Oberfläche befinden sich mehrere Schwachschichten aus Kantigkörnigem Schnee und diskontinuierlichen Schneeumwandlungen, die an achsnahen Hängen häufiger vorkommen. In einer bewölkten Nacht wird die Oberfläche der Schneedecke nicht gefrieren. Am Dienstag weicht der Regen die oberen Schichten der Schneedecke unterhalb einer Höhe von etwa 2200 m auf. Dort, wo der Regen die aufgelockerten Schichten erreicht, können etwas tiefere und größere Lawinenkegel aus nassem Gebundenen Schnee ausgelöst werden. Oberhalb von 2200 m fällt bei mäßigem Ost-West-Wind Schnee, wobei sich im Lee kleine Triebschneeansammlungen bilden, die nur langsam mit dem Altbestand zusammenwachsen.

Tendenz

Am Mittwoch ist es bewölkt und trocken. Wind und Lufttemperatur sind ähnlich wie am Dienstag. Am Donnerstag kann es mehr Sonnenschein geben. Die Gefahr von Lawinen wird am Mittwoch leicht abnehmen.


Gefahrenstufe

1500m
Lawinenproblem
Nassschnee
1500m
Nassschnee
1500m


In tieferen Lagen (unter 1500 m) schreitet die Ausaperung auch nordseitig voran.

Die Lawinengefahr ist oberhalb von 1500 m mäßig, unterhalb davon gering. Nassschnee ist das Problem. Nasse Lockerschnee- und Schneebrettlawinen sind vor allem in den Hochlagen, wo noch viel Schnee liegt, zu erwarten. In extrem steilem Gelände aller Hangrichtungen lösen sie sich von selbst, in sehr steilen Hängen können sie von einzelnen Personen ausgelöst werden. Auf Steilhängen mit glattem Untergrund, wie auf Wiesenhängen, im lückigen Bergwald oder auf glatten Felsplatten, gehen nasse Gleitschneelawinen ab. Lawinen bleiben meist klein bis mittel.

Schneedecke

Die Schneedecke ist bis weit hinauf durchnässt. In höheren Lagen liegen einige Zentimeter lockerer, feuchter Schnee auf einer weitgehend stabilen und vor allem schattseitig auch noch mächtigen Altschneedecke. Stellenweise sind in nordexponierten Hochlagen tiefer in der Schneedecke Schichten aus kantigen Kristallen erhalten geblieben. Südseitig ist der Boden bis oberhalb der Waldgrenze bereits wieder aper.

Tendenz

Mit der fortschreitenden Ausaperung wird die Lawinengefahr in mittleren Lagen weiter zurückgehen.


Gefahrenstufe


Lawinenproblem
Nassschnee


Kleine Nassschneerutsche möglich

Durch Regen können sich dort wo in extrem steilen Gelände noch Schnee liegt nasse Lockerschneelawinen von selbst lösen. Lawinen bleiben meist klein.

Schneedecke

Die Schneedecke ist weitgehend ausgeapert. Wo eine Schneedecke existiert, ist sie stark durchnässt.

Tendenz

Leichter Hochdruckeinfluss und zunehmend freundlicher mit milden Temperaturen. Foranschreitende Ausaperung.


Gefahrenstufe


Lawinenproblem
Nassschnee


Lokales Nassschneeproblem beachten!

Die Lawinengefahr ist überwiegend gering. In Höhenlagen und Hängen mit einer ausreichend mächtigen Schneedecke, sind tagsüber lokale Nassschneelawinen in allen Expositionen aus noch nicht entladenen Bereichen möglich, die teils auch mittlere Größe erreichen können.

Schneedecke

Über Nacht kann sich die Schneeoberfläche kaum festigen. Kurze Regenschauer in der Nacht und tagsüber bringen weitere Durchfeuchtung. Die Schneedecke ist im Inneren bis weit hinauf nass, sonst feucht und dadurch instabil. Nur mehr weit oben und schattseitig können noch vereinzelt Schwachschichten in der Altschneedecke vorhanden sein. Tiefe und sonnseitige mittlere Lagen sind aper.

Tendenz

Keine wesentliche Änderung.


Gefahrenstufe


Lawinenproblem
Nassschnee


Geringe Lawinengefahr, vereinzelt kleine Nassschneerutsche möglich

Die Lawinengefahr ist gering. In allen Expositionen kann es vereinzelt zu kleinen Nassschneerutschen kommen, vor allem aus noch nicht vollständig entladenen Einzugsgebieten. Die Mitreißgefahr im Absturzgelände überwiegt die Verschüttungsgefahr.

Schneedecke

Die geringmächtige, meist isotherme Schneedecke kann sich über Nacht nicht verfestigen und wird teilweise durch ein wenig Regen weiter durchfeuchtet. Es liegt nur noch wenig Schnee, und die besonnten Hänge sind meist schon ausgeapert.

Tendenz

Am Mittwoch und Donnerstag bleibt das Wetter noch unbeständig. Danach wird es für ein paar Tage milder und stabiler. Die Lawinengefahr bleibt gering.


Gefahrenstufe


Lawinenproblem
Nassschnee


Kleine Nassschneelawinen an schneereichen Orten

Die Lawinengefahr ist gering. Aus noch nicht entladenen Hängen können an jenen Expositionen an welchen noch Schnee vorhanden ist spontan vereinzelt kleine Nassschneerutsche abgehen. Mit durch Wintersport ausgelösten Nassschneerutschen steigt die Mitreißgefahr im Absturzgelände.

Schneedecke

Die nächtliche Abstrahlung ist schlecht und die Schneedecke bleibt durch Regen und Wärme weitgehend isotherm. Stellenweise findet man kammnah noch kleine Triebschneelinsen, das meiste Gelände ist jedoch bereits ausgeapert.

Tendenz

Langsame Verringerung der Lawinengefahr durch Abschmelzen und Wegregnen des verbliebenen Schnees.


Gefahrenstufe


Lawinenproblem
Nassschnee


Zunehmende Ausaperung auch nordseitig

Die Lawinengefahr ist gering. Nassschnee ist das Problem. In extrem steilem Gelände können sich vereinzelt nasse Lockerschneelawinen lösen. Auf noch nicht entladenen Steilhängen mit glattem Untergrund gehen nasse Gleitschneelawinen ab. Die Lawinenaktivität beschränkt sich aufs schattseitige Gelände, wo noch Schnee liegt. Nasse Lawinen bleiben in der Regel klein.

Schneedecke

Die verbliebene Schneedecke ist vollständig durchnässt, der Schmelzwasserabfluss nimmt auch über Nacht kaum ab. Die Südseiten sind weitgehend ausgeapert.

Tendenz

Die Lawinengefahr bleibt gering.