Lawinenwarndienst Bayern

Dienstag, 10. März 2026

Veröffentlicht am 09.03.2026, 17:00:00


Gefahrenstufe

1800m
Lawinenproblem
Altschnee
1800m
Nassschnee


Vorsicht in den Nordseiten der Hochlagen an Übergangsbereichen von wenig zu viel Schnee.

Die Lawinengefahr ist oberhalb von 1800 m mäßig, unterhalb davon gering. Altschnee ist das Hauptproblem. Nordseitig können an sehr steilen Hängen vereinzelt große Schneebrettlawinen mit großer Zusatzbelastung, wie zum Beispiel durch einen Wechtenbruch, ausgelöst werden. In mittleren Lagen sind an Hängen mit glattem Untergrund zudem einzelne kleine bis mittlere Gleitschneelawinen möglich. Aus dem felsdurchsetzten Steilgelände können sich kleinere Lockerschneelawinen von selbst lösen.

Schneedecke

An Schattenhängen höherer Lagen sind tief in der Schneedecke Schwachschichten aus kantigen Kristallen zu finden. Diese werden meist durch kompakte oder verharschte Schneeschichten überdeckt. Die nächtliche Abstrahlung ist eingeschränkt und die Schneeoberfläche morgens nur teilweise tragfähig verharscht. Mit der tageszeitlichen Erwärmung weicht der Schnee vor allem in der Sonne auf und verliert an Bindung. In höheren Lagen haben sich nordseitig unter einem dünnen, oberflächlichen Harschdeckel kantige Kristalle gebildet. Zum Boden hin ist die Schneedecke in den mittleren Lagen nass. Südseitig und in tieferen Lagen apert der Boden mehr und mehr aus.

Tendenz

Die Lawinengefahr ändert sich kaum.


Gefahrenstufe


Lawinenproblem
Nassschnee


Auf harter Schneeoberfläche besteht Absturzgefahr.

Die Lawinengefahr ist gering. Nassschnee ist das Hauptproblem. Vereinzelt können sich aus dem felsdurchsetzten Steilgelände kleine Lockerschneelawinen von selbst lösen. An noch nicht entladenen, sehr steilen Hängen mit glattem Untergrund sind einzelne, kleinere Gleitschneelawinen möglich. An schattigen, sehr steilen Hängen höherer Lagen können zudem mit großer Zusatzbelastung vereinzelt mittlere Schneebrettlawinen ausgelöst werden. Dies vor allem an Übergängen von wenig zu viel Schnee.

Schneedecke

Die Schneedecke ist bis weit hinauf durchfeuchtet und zum Boden hin oft nass. Über Nacht ist die Abstrahlung eingeschränkt und die Schneeoberfläche morgens nur teilweise tragfähig verharscht. Mit der tageszeitlichen Erwärmung weicht der Schnee vor allem in der Sonne auf und verliert an Bindung. Vereinzelt sind in Schattenhängen höherer Gipfel- und Kammlagen tief in der Schneedecke schwache Schichten aus kantigen Kristallen zu finden. Sie sind von kompakten oder verharschten Schneeschichten überdeckt. Südseitig und in tieferen Lagen apert der Boden immer weiter aus.

Tendenz

Keine Änderung der Lawinengefahr