Lawinenwarndienst Bayern

Montag, 9. März 2026

Veröffentlicht am 09.03.2026, 08:39:00


Gefahrenstufe

1800m
Lawinenproblem
Altschnee
1800m
Nassschnee


Ein Blick in die Schneedecke kann zur Beurteilung des Altschneeproblems in den Nordseiten helfen.

Die Lawinengefahr ist oberhalb von 1800 m mäßig, unterhalb davon gering. Altschnee ist das Hauptproblem. Mit großer Zusatzbelastung, wie zum Beispiel durch Wechtenbruch, können an schattseitigen, sehr steilen Hängen vereinzelt sogar große Schneebrettlawinen ausgelöst werden. Vorsicht in den Nordseiten der Hochlagen auch an Übergangsbereichen von wenig zu viel Schnee, wie zum Beispiel bei der Einfahrt in Rinnen und Mulden. In mittleren Lagen sind an Hängen mit glattem Untergrund zudem einzelne kleine bis mittlere Gleitschneelawinen möglich. Im Tagesverlauf und mit der Sonneneinstrahlung können sich aus dem felsdurchsetzten Steilgelände kleinere Lockerschneelawinen von selbst lösen.

Schneedecke

An Schattenhängen höherer Lagen sind tief in der Schneedecke schwache Schichten aus kantigen Kristallen zu finden. Diese werden meist durch kompakte oder verharschte Schneeschichten überdeckt. Früh morgens ist die Schneedecke meist tragfähig verharscht und eisig. In der Sonne weicht der Schnee tagsüber wieder auf, wodurch er an Bindung verliert. Schattseitig finden sich in höheren Lagen kantige Kristalle auch unter einem dünnen, oberflächlichen Harschdeckel. Zum Boden hin ist die Schneedecke in den mittleren Lagen nass. Südseitig und in tieferen Lagen apert der Boden mehr und mehr aus.

Tendenz

Keine wesentliche Änderung.


Gefahrenstufe


Lawinenproblem
Nassschnee


Sturzgefahr auf eisiger Schneeoberfläche!

Die Lawinengefahr ist gering. Nassschnee ist das Hauptproblem. Mit der Sonneneinstrahlung können sich im Tagesverlauf aus dem felsdurchsetzten Steilgelände vereinzelt kleine Lockerschneelawinen von selbst lösen. An noch nicht entladenen, sehr steilen Hängen mit glattem Untergrund sind einzelne, kleinere Gleitschneelawinen möglich. An schattigen, sehr steilen Hängen höherer Lagen können zudem mit großer Zusatzbelastung vereinzelt mittlere Schneebrettlawinen ausgelöst werden. Dies vor allem an Übergängen von wenig zu viel Schnee.

Schneedecke

Die Schneedecke ist bis weit hinauf durchfeuchtet und zum Boden hin oft nass. Über Nacht bildet sich ein tragfähiger Harschdeckel. In der Sonne weicht er wieder auf und der Schnee verliert an Bindung. Schattseitig bleibt die Schneeoberfläche hart und eisig. Vereinzelt sind in Schattenhängen höherer Lagen tief in der Schneedecke schwache Schichten aus kantigen Kristallen zu finden. Sie sind von kompakten oder verharschten Schneeschichten überdeckt. Südseitig und in tieferen Lagen apert der Boden immer weiter aus.

Tendenz

Keine wesentliche Änderung.