Die Lawinengefahr ist in der Früh in tiefen Lagen gering und steigt durch Wärme und Strahlung überall rasch an auf Stufe 3, erheblich. Vereinzelt können im Tagesgang mit Aufweichen der Schneedecke in allen Expositionen große spontane sowie durch Personen ausgelöste Nassschneelawinen auftreten. Zudem können vor allem schattseitig über der Waldgrenze mittlere bis große trockene Schneebrettlawinen an einigen Stellen durch einzelne Personen ausgelöst werden (auch aus der Entfernung). Gefahrenbereiche sind abseits offensichtlicher Triebschneelinsen schwer zu erkennen, weshalb weiterhin zu Zurückhaltung und zu defensiver Routenwahl geraten wird. Dies insbesondere auch im Bereich der Waldgrenze und in Waldschneisen. Lockerschneerutsche können leicht in den Altschnee durchreißen und gefährliche Größe erreichen. Die Gleitschneeaktivität nimmt zu.
Schneedecke
Steil sonnseitig bildet sich über Nacht meist eine tragfähige Oberfläche aus, welche jedoch rasch aufweicht und nur eine kurze Firnphase ermöglicht. Den oberen Teil der Schneedecke bilden dann mehrere dicke Schichten aus Filz und unterschiedlich hartem (und dadurch störanfälligem) Triebschnee, der seinerseits auf einer ungünstigen Unterlage aus kantigen Kristallen und Tiefenreif lagert. Brüche erfolgen primär zwischen den letzten Triebschneepaketen, können aber bei größerer Belastung auch bis auf das meist komplett aufbauend umgewandelte Altschneefundament durchschlagen. An schneearmen Orten und in tiefen bzw. sonnseitigen Lagen wird die Schneedecke im Tagesverlauf isotherm. Die Schneehöhe hat inzwischen mancherorts Durchschnittswerte erreicht.
Tendenz
Das Altschneeproblem in Kombination mit in immer höhere und schattigere Bereiche eindringender Feuchtigkeit sorgt weiterhin für eine angespannte und im Gelände schwer kalkulierbare Situation.
FRÜHER Gefahrenstufe
Waldgrenze
Lawinenproblem
Altschnee
Waldgrenze
Nassschnee
2000m
SPÄTER Gefahrenstufe
Waldgrenze
Lawinenproblem
Altschnee
Waldgrenze
Nassschnee
2600m
Kombiniertes Nass- und Altschneeproblem
Oberhalb der Waldgrenze ist die Lawinengefahr erheblich. In der Früh in tiefen Lagen ist sie gering aber steigt durch Wärme und Strahlung rasch an auf Stufe 2, mäßig. Vereinzelt können im Tagesgang mit Aufweichen der Schneedecke in allen Expositionen vor allem mittlere, fallweise aber auch große spontane sowie durch Personen ausgelöste Nassschneelawinen auftreten. Zudem können vor allem schattseitig über der Waldgrenze mittlere bis große trockene Schneebrettlawinen an wenigen Stellen durch einzelne Personen ausgelöst werden (auch aus der Entfernung). Gefahrenbereiche sind abseits offensichtlicher Triebschneelinsen schwer zu erkennen, weshalb weiterhin zu Zurückhaltung und zu defensiver Routenwahl geraten wird. Dies insbesondere auch im Bereich der Waldgrenze und in Waldschneisen. Lockerschneerutsche können leicht in den Altschnee durchreißen und gefährliche Größe erreichen. Die Gleitschneeaktivität nimmt zu.
Schneedecke
Steil sonnseitig bildet sich über Nacht meist eine tragfähige Oberfläche aus, welche jedoch rasch aufweicht und nur eine kurze Firnphase ermöglicht. Den oberen Teil der Schneedecke bilden dann mehrere dicke Schichten aus Filz und unterschiedlich hartem (und dadurch störanfälligem) Triebschnee, der seinerseits auf einer ungünstigen Unterlage aus kantigen Kristallen und Tiefenreif lagert. Brüche erfolgen primär zwischen den letzten Triebschneepaketen, können aber bei größerer Belastung auch bis auf das meist komplett aufbauend umgewandelte Altschneefundament durchschlagen. An schneearmen Orten und in tiefen bzw. sonnseitigen Lagen wird die Schneedecke im Tagesverlauf isotherm. Die Schneehöhe hat inzwischen mancherorts Durchschnittswerte erreicht.
Tendenz
Das Altschneeproblem in Kombination mit in immer größere Höhen und nördlichere Expositionen eindringender Feuchtigkeit sorgt weiterhin für eine angespannte und im Gelände schwer kalkulierbare Situation.
FRÜHER Gefahrenstufe
Lawinenproblem
Nassschnee
Altschnee
1600m
SPÄTER Gefahrenstufe
Lawinenproblem
Nassschnee
Altschnee
1600m
Kombiniertes Nass- und Altschneeproblem
Die Lawinengefahr ist in der Früh gering und steigt mit Aufweichen der Schneedecke rasch auf Stufe 2, mäßig. Mit dem Tagesgang werden spontane, nasse Lawinen möglich. Außerdem herrscht ab etwa 1600 m dort, wo die Altschneedecke überleben konnte ein geringes Altschneeproblem vor. Vorsicht in den höheren Gipfelbereichen, hier lagern vereinzelt noch störanfällige Triebschneeansammlungen hinter abgewehten Bereichen. Die Gleitschneeaktivität nimmt zu.
Schneedecke
Den oberen Teil der Schneedecke bilden mehrere Schichten aus durch Windeinfluss geprägtem Neuschnee der letzten Woche. Dort, wo vor den Schneefällen eine nennenswerte Altschneedecke vorhanden war ist das Fundament komplett aufbauend umgewandelt und kohäsionslos. Brüche erfolgen primär zwischen den letzten Triebschneepaketen, können aber bei größerer Belastung auf diesen Tiefenreif durchschlagen. In der Nacht bildet sich ein meist tragfähiger Schmelzdeckel aus, der tagsüber mit der Wärme schnell aufweicht. Im Tagesverlauf erreicht die Schneedecke meist Isothermie.
Tendenz
Nur langsamer Rückgang der Lawinengefahr durch Abschmelzen des Schnees.