Die derzeitige Schneedecke ist ungewöhnlich und erfordert besondere Aufmerksamkeit und Vorsicht!
Der Neuschnee hat alte Fallen versteckt.
Insbesondere in der Nähe von Graten und anderen typischen Leelagen mit Triebschnee kann schon eine geringe Zusatzbelastung eine mittlere Lawine auslösen. Möglich sind auch Kettenlawinen, bei denen durch die Auslösung eines kleinen Triebschneeklumpens alte Schwachschichten in der Schneedecke zum Einsturz gebracht werden!
Mancherorts werden durch die Zusatzbelastung (Triebschnee) natürlich auch Lawinenkegel ausgelöst.
Schneedecke
gm.1: bodennahe schwachschicht gm.5: schnee nach langer kälteperiode
Die Altschneedecke war dünn und stellenweise wechselhaft. An einigen Stellen hatte sich an der Oberfläche ein Harsch gebildet, der größtenteils das Gewicht von Sand trug. In den Osolen war die Schneedecke meist trocken, an der Oberfläche verdichtet und hart und in der Tiefe völlig zerschnitten. Grate und Gipfel waren an vielen Stellen bis auf einen Harsch- oder Eisboden abgeblasen. Vor allem in der Nähe der Grate hatten sich kammnahe Verwehungen gebildet, unter denen die Schneedecke gelichtet war.
Auf einer solchen Fläche oberhalb von etwa 1000 m fällt seit Freitagabend bei starkem SW-SW-Wind Schnee. Es sind bis zu 50 cm Neuschnee gefallen, der die Altschneedecke überdeckt und sich nicht gut mit ihr verbunden hat. Es haben sich Triebschneeansammlungen gebildet, die natürlich die Altschneedecke, die tiefe, harte Schwachschichten aufweist, zusätzlich belasten. Heute wird die Neuschneedecke durch die Sonneneinstrahlung vor allem in den Mittelgebirgen etwas dünner.
Tendenz
Am Dienstagmorgen ist es sonnig, aber mit dem zunehmenden Südwestwind wird es zunächst an der Küstenseite der Julischen Alpen und im Dinarischen Gebirge bewölkt. Andernorts wird es zum Abend hin bewölkt, und in der Nacht zum Mittwoch kommt es zu Schauern. Die Lawinengefahr bleibt bis zum Kantigkörnigen Schnee unverändert.
Gefahrenstufe
Waldgrenze
Lawinenproblem
Triebschnee
Waldgrenze
Altschnee
Wenig Triebschnee, diesen aber meiden!
Die Lawinengefahr ist oberhalb der Waldgrenze mäßig, unterhalb davon gering. Das Hauptproblem ist frischer Triebschnee. Kleine Schneebrettlawinen können durch geringe Zusatzbelastung im kammnahen Steilgelände der Expositionen Nordwest über Nord bis Südost sowie in Rinnen und Mulden ausgelöst werden. Vereinzelt können tieferliegende Schwachschichten im Altschnee gestört werden und Lawinen mittlere Größe erreichen.
Schneedecke
Oberhalb der Waldgrenze lagert sich frischer Triebschnee auf unterschiedlich verharschten Schneeoberflächen, teils auf lockerem Schnee ab. Unterhalb der Harschschichten haben sich verbreitet kantige Schneekristalle gebildet. Die Schneedeckenbasis besteht häufig aus grieseligem Schwimmschnee. Südseitig bedeckt etwas Neuschnee den ausgeaperten Untergrund.
Tendenz
Vorerst ist keine Änderung der Lawinengefahr zu erwarten.
Gefahrenstufe
1800m
Lawinenproblem
Altschnee
1800m
Altschneeproblem durch schlechte Stabilität beachten!
Die Lawinengefahr ist vor allem in den höheren Lagen weiterhin mäßig. Vorwiegend im Nord- und Ostsektor der Hochlagen gibt es im Steilgelände wenige Gefahrenstellen in Kammnähe, bei Geländeübergängen und in steilen Mulden sowie Rinnen. Eine Auslösung von Schneebrettlawinen ist stellenweise bereits durch geringe Zusatzbelastung möglich. Teils ist auf kleinräumige Verfrachtungen zu achten.
Schneedecke
Die Schneedecke ist je nach Exposition und Höhe an der Oberfläche unterschiedlich hart, teils vereist. Trotz starkem Wind gibt es kaum neue Verfrachtungen und wenn überhaupt nur Spuren von Neuschnee. Die Schneedecke enthält vor allem in den Hochlagen aufbauend umgewandelte kantige Kristalle und/oder Schwimmschnee. Somit können Schneebrettlawinen hier leicht ausgelöst werden. Meist höher gelegen können kleinräumige teils zu störende Verfrachtungen vorhanden sein. Generell liegt nur sehr wenig Schnee und dieser ist sehr unterschiedlich verteilt. Neben komplett abgewehten, sind gut verfüllte Bereich vorhanden.
Tendenz
Keine wesentliche Änderungen.
Gefahrenstufe
1800m
Lawinenproblem
Altschnee
1800m
Triebschnee
Waldgrenze
Altschneeproblem und etwas Triebschnee!
Die Lawinengefahr wird über 1800 m mit mäßig beurteilt, darunter ist sie gering. Schneebrettlawinen können an einigen Stellen bereits mit geringer Zusatzbelastung ausgelöst werden und beim Durchbrechen in den Altschnee auch mittlere Größe erreichen. Die Gefahrenbereiche befinden sich weiterhin in den Expositionen Nord bis Ost hinter Kämmen und Geländekanten sowie in den Einfahrtsbereichen zu steilen Rinnen und Mulden. In den Niederen Tauern und in den Eisenerzer Alpen gibt es auch frischen Triebschnee, welcher als Schneebrett im Nordsektor (kammnah) ausgelöst werden kann.
Schneedecke
In den südlichen Niederen Tauern und in den Eisenerzer Alpen sind einige Zentimeter Neuschnee bzw. Triebschnee dazugekommen. Dieser überdeckt Oberflächenreif und in den Hochlagen älteren Triebschnee. In den Nord- und Ostexpositionen ist die Schneedecke weiterhin mit kantigen Kristallen und Schwimmschnee geschwächt (Altschneeproblem!).
Tendenz
Am Dienstag mit zunehmend südlicher Strömung nochmals sehr sonnig. Keine wesentliche Änderung der Lawinengefahr wird erwartet.
Gefahrenstufe
2000m
Lawinenproblem
Altschnee
2000m
Triebschnee
2000m
Altschnee
2000m
schwacher Altschnee ist die Hauptgefahr - Achtung auf frischen Triebschnee
Vor allem in hohen Kamm- und Passlagen sowie hinter Geländeknicken ist frischer Triebschnee leicht auslösbar. Schneebrettauslösungen im Altschnee sind insbesonere mit großer Zusatzbelastung möglich. Wenn Lawinen die gesamte Schneedecke mitreißen können sie auch mittelgroß werden. Gefahrenstellen sind vor allem an steilen Schattenhängen, aber auch in eingewehten Rinnen und Mulden aller Expositionen vorhanden. Wummgeräusche und Rissbildungen sind Gefahrenzeichen. Aktivitäten abseits gesicherter Bereiche erfordern eine sorgfältige Gelände- und Gefahrenbeurteilung.
Schneedecke
In höheren Lagen gibt es verbreitet 5 bis 10 cm, lokal bis 15 cm Neuschnee. Besonders in Kamm- und Passlagen sind frische, meist jedoch nur kleine, Triebschneepakete vorhanden. Vor allem wo Neu- und Triebschnee auf Oberflächenreif oder lockere Atschneeschichten zu liegen kommen ist die Verbindung schlecht. Die Altschneedecke ist insgesamt ungünstig aufgebaut. Innenliegende Zwischenschichten sind weiterhin teilweise nur mäßig zueinander verbunden.
Tendenz
In höheren Lagen bleibt die ungünstige Altschneedecke die Hauptgefahr. Frischer Triebschnee bleibt störanfällig.
Gefahrenstufe
1900m
Lawinenproblem
Altschnee
1900m
Etwas Neuschnee deckt Steine und Gefahrenstellen zu.
Die Lawinengefahr ist oberhalb 1900 m mäßig, darunter gering. Im schitauglichen Gelände können an wenigen Stellen vor allem im Nordsektor kleine bis mittelgroße Schneebrettlawinen durch geringe Zusatzbelastung ausgelöst werden. Gefahrenstellen nehmen ab der Waldgrenze rasch zu, in höheren Lagen vermehrt auch in östlichen Expositionen.
Schneedecke
Etwa 10 cm Neuschnee liegen auf einer ansonsten sehr variablen Oberfläche. Schneearme Bereiche befinden sich neben Triebschneeansammlungen. Diese sind stellenweise aufbauend umgewandelt und locker, stellenweise bretthart. Die Altschneedecke besteht aus Krusten mit kantigen Kristallen dazwischen und aus Tiefenreif. Ein Bruch erfolgt meist um die oberste Kruste. Die Gesamtschneehöhe ist deutlich unterdurchschnittlich.
Tendenz
Langsamer Rückgang der Lawinengefahr.
Gefahrenstufe
2000m
Lawinenproblem
Altschnee
2000m
Triebschnee auf schwacher Altschneedecke. Viele Steine.
Die Lawinengefahr ist oberhalb 2000 m mäßig, darunter gering. Schneebrettlawinen können an wenigen Stellen durch geringe Zusatzbelastung ausgelöst werden und mittlere Größe erreichen. Gestört werden können sowohl frische und ältere Triebschneepakete als auch die schwach aufgebaute Altschneedecke, Brüche können durchreißen. Gefahrenstellen nehmen ab der Waldgrenze rasch zu. Sie befinden sich gehäuft von West über Nord nach Ost, hochalpin stellenweise auch im Südsektor, sowie generell neben abgewehten Bereichen. Triebschneebereiche sollten gemieden werden. Setzungsgeräusche beim Betreten der Schneedecke können auf die Gefahr hinweisen. Die Gefahrenstellen sind schwer erkennbar.
Schneedecke
Auf einer lokal sehr unterschiedliche Schneeoberfläche liegen 5 bis 10 cm Neu-/Triebschnee. Schneearme Bereiche befinden sich neben beachtlichen Triebschneeansammlungen. Diese sind stellenweise aufbauend umgewandelt und locker, stellenweise bretthart. Die Altschneedecke besteht aus Krusten mit kantigen Kristallen dazwischen und aus Tiefenreif. Ein Bruch erfolgt meist um die oberste Kruste. Die Gesamtschneehöhe ist deutlich unterdurchschnittlich.
Tendenz
Langsamer Rückgang der Lawinengefahr.
Gefahrenstufe
Waldgrenze
Lawinenproblem
Triebschnee
Waldgrenze
Altschnee
Waldgrenze
Frischer Triebschnee im Nordsektor!
Die Lawinengefahr wird oberhalb der Waldgrenze mit mäßig beurteilt, darunter gering. Das Hauptproblem ist der Triebschnee. Die Gefahrenstellen liegen im kammnahen Gelände sowie in Einfahrtsbereichen von Rinnen und Mulden. Besonders betroffen ist der Nord- und Ostsektor. Eine Auslösung eines Schneebretts ist bei geringer Zusatzbelastung möglich. Das Schneebrett kann auf Grund abgleiten, daher sind mittlere Lawinen nicht ausgeschlossen.
Schneedecke
In den letzten 24 Stunden sind zwischen 10 und 20 cm Neuschnee dazugekommen. Der starke Südwind hat den Schnee in den Nordsektor verfrachtet. Die Verbindung des Triebschnees mit der Altschneedecke ist nicht ausreichend. Das Schneedeckenfundament ist in den schattseitigen Hängen durch kantige Formen geschwächt (Altschneeproblem!).
Tendenz
Am Dienstag mit zunehmend südlicher Strömung nochmals sehr sonnig. Keine wesentliche Änderung der Lawinengefahr wird erwartet.
Gefahrenstufe
Waldgrenze
Lawinenproblem
Altschnee
Waldgrenze
Triebschnee
Waldgrenze
Neuschnee, Schneematsch
Die Schneedeckenstabilität ist schlecht, vor allem in Triebschneeansammlungen an typischen Standorten - entlang von Graten, in Schluchten usw. Insbesondere hier kann eine geringe Zusatzbelastung eine mittelschwere Lawine auslösen.
Schneedecke
gm.5: schnee nach langer kälteperiode
Die Altschneedecke hat sich verwandelt - vereist in den Wäschen, zerschnitten in den Wäschen. An einigen Stellen lag eine harte Harschschicht auf der Oberfläche.
Seit Freitagnacht sind auf einer solchen Fläche mehr als 100 Liter Niederschlag gefallen, das meiste davon als Schnee oberhalb von 1500 m. Wahrscheinlich sind mehr als 50 cm Schnee gefallen. Dort, wo der Schnee auf harten, gefrorenen Boden gefallen ist, hat er sich nicht gut mit diesem verbunden. In den Osolen fiel der Schnee auf eine Schneedecke, die fast vollständig zerschnitten war. Es schneite mit starkem SW-SW-Wind, vor allem in der Nähe der Grate, was zu Triebschneeansammlungen führte. Heute soll die Schneedecke etwas dünner werden.
Tendenz
Am Dienstagmorgen ist es sonnig, mit Strahlung in den Morgenstunden. Es weht ein südwestlicher Wind. Am Mittwoch ist mit Schneefall zu rechnen. Die Lawinengefahr bleibt bis zum Kantigkörnigen Schnee ähnlich.
Gefahrenstufe
1300m
Lawinenproblem
Triebschnee
1300m
Bereits eine geringe Zusatzbelastung kann eine kleine Lawine auslösen, vor allem in typischen Windschattengebieten mit frisch verfrachtetem Schnee.
Schneedecke
gm.5: schnee nach langer kälteperiode
Seit Freitag sind auf dem nackten Boden oberhalb von 1300 m bis zu 40 cm Neuschnee gefallen. Durch den starken SW-Wind haben sich Triebschneeansammlungen gebildet.
Bei sonnigem Wetter wird sich die Schneedecke auflösen.
Tendenz
Am Dienstagmorgen ist es sonnig, aber mit dem zunehmenden Südwestwind wird es zunächst an der Küstenseite der Julischen Alpen und im Dinarischen Gebirge bewölkt. Andernorts wird es zum Abend hin bewölkt, und in der Nacht zum Mittwoch kommt es zu Schauern. Die Lawinengefahr bleibt bis zum Kantigkörnigen Schnee unverändert.
Gefahrenstufe
Lawinenproblem
Altschnee
Lokales Altschneeproblem - geringe Schneelage!
Die Lawinengefahr ist gering. Es gibt aber lokale Gefahrenstelle, die zu beachten sind. Im Nord- und Ostsektor können im Steilgelände in Kammnähe, bei Geländeübergängen und in steilen Mulden sowie Rinnen einzelne Schneebrettlawinen stellenweise bei geringe Zusatzbelastung ausgelöst werden. Lokale kleinräumige Verfrachtungen sind zu beachten.
Schneedecke
Die Schneedecke ist je nach Exposition und Höhe an der Oberfläche unterschiedlich hart, teils vereist. Trotz starkem Wind gibt es kaum neue Verfrachtungen und wenn überhaupt nur Spuren von Neuschnee. Die Schneedecke enthält vor allem hochalpin aufbauend umgewandelte kantige Kristalle und/oder Schwimmschnee. Somit können Schneebrettlawinen hier leicht ausgelöst werden. Meist höher gelegen können kleinräumige teils zu störende Verfrachtungen vorhanden sein. Generell liegt nur sehr wenig Schnee und dieser ist sehr unterschiedlich verteilt. Neben vielen aperen und komplett abgewehten, sind gut verfüllte Bereich vorhanden.
Tendenz
Keine wesentliche Änderungen.
Gefahrenstufe
Lawinenproblem
Triebschnee
Frischer Triebschnee in den Expositionen Nord und Ost!
Die Lawinengefahr ist gering. An wenigen Stellen kann es vor allem im schattseitigen Gelände durch frische Triebschneelinsen zu kleinen Schneebrettlawinen kommen. In extrem steilen Rinnen in Nord- und Ostexpositionen herrscht eine schlechte Verbindung zur Altschneedecke. Die dünne Neuschneedecke kann in höheren Lagen auch vereiste Bereiche überdecken. Vorsicht Absturzgefahr!
Schneedecke
Es liegt weiterhin deutlich weniger Schnee als im Durchschnitt. Durch den Neuschnee und den stürmischen Wind aus Süden haben sich Triebschneelinsen gebildet. Diese liegen vor allem im Nord- und Ostsektor im schattseitigen Gelände auf einer dünnen, verharschten Altschneedecke. Die Verbindung zwischen Triebschnee und Altschnee ist schlecht. In extrem steilen, schattseitigen Rinnen können kantige Formen das Schneedeckenfundament schwächen. Der Triebschnee überdeckt im steilen Gelände auch eisige Stellen.
Tendenz
Die Lawinengefahr bleibt gleich.
Am Dienstag herrscht Zwischenhocheinfluss mit sonnigen und niederschlagsfreien Verhältnissen. Es wird wieder wärmer. Am Mittwoch ziehen von Süden Wolken auf. Am Donnerstag könnte eine Kaltfront zu etwas Neuschnee führen.
Gefahrenstufe
Lawinenproblem
Triebschnee
trotz etwas Triebschnee überwiegend geringe Lawinengefahr
Kleinräumig frischer Triebschnee in Kammlagen und hinter Geländekanten ist leicht störbar. Weitere, vereinzelte Gefahrenstellen liegen im extremen, vorwiegend schattseitigen Steilgelände. Vereinzelt können dort kleine Lawinen im Altschnee ausgelöst werden. Solche Gefahrenstellen finden sich vor allem an Übergängen von wenig zu viel Schnee - wie z.B. bei der Einfahrt in Rinnen und Mulden. Neben einer Verschüttung ist auch die Mitreiß- und Absturzgefahr zu beachten.
Schneedecke
5 bis 10 cm Neuschnee werden auf eine überwiegend gut verfestigte, meist verharschte Altschneedecke abgelagert. Teilweise wurde auch Oberflächenreif eingeschneit. In höheren Lagen ist kleinräumig frischer Triebschnee anzutreffen. Vor allem in schattseitigen Steilhängen sind teilweise noch schwache Zwischenschichten erhalten geblieben. Insgesamt liegt nur wenig Schnee.
Tendenz
Die Lawinengefahr ändert sich vorerst nicht wesentlich.
Gefahrenstufe
Lawinenproblem
Altschnee
Schwache Altschneedecke bei geringer Schneelage.
Die Lawinengefahr ist gering.
In hohen Lagen ist im Nord- und Ostsektor an wenigen Stellen vor allem mit großer Zusatzbelastung noch ein Schneebrett auslösbar. Im extrem Steilen Gelände sollte der Übergang von wenig zu mehr Schnee und Triebschnee kritisch beurteilt werden.
Schneedecke
Wenig Schnee, südseitig viele apere Flächen, Rücken und Grate oft komplett abgeblasen. Die Schneeoberfläche ist variabel. Die Altschneedecke ist schwach, zwischen Krusten lagern kantige Kristalle.
Tendenz
Keine wesentliche Änderung der Lawinengefahr.
Gefahrenstufe
Kaum Schnee und geringe Lawinengefahr.
Die Lawinengefahr ist gering. Die Gefährdung durch Steine und Abrutschen auf eisigen Flächen ist höher als die Verschüttungsgefahr.
Schneedecke
Wenig Schnee, viele apere Stellen. Schneeoberfläche oft hart bis eisig. Kantig aufgebauter Altschnee schwächt sofern vorhanden das Schneedeckenfundament.
Tendenz
Keine wesentliche Änderung der Lawinengefahr.
Gefahrenstufe
Lawinenproblem
Altschnee
Hindernisse und Gefahrenstellen sind überschneit und schwer zu erkennen.
Die Lawinengefahr ist gering. Im Altschnee können kleine Lawinen vor allem mit großer Zusatzbelastung ausgelöst werden. Die wenigen Gefahrenstellen finden sich an extrem steilen Hängen der nördlichen und östlichen Expositionen, besonders bei der Einfahrt in Rinnen und Mulden.
Schneedecke
Bis weit hinauf ist die Schneedecke an der Oberfläche verharscht und von wenigen Zentimetern Neuschnee bedeckt. In den höheren Lagen liegt gebundener Schnee stellenweise auf kantigen Schneeschichten. Eine Bruchausbreitung über größere Flächen ist nicht zu erwarten. Insgesamt liegt wenig Schnee, mit Bodenkontakt ist überall zu rechnen.
Tendenz
Die Lawinengefahr bleibt vorerst gering.
Gefahrenstufe
Absturzgefahr im teils vereisten Gelände!
Die Lawinengefahr ist gering. Es existieren nur ganz vereinzelt noch Gefahrenstellen, welche sich auf die extrem steilen Hänge der Nordexpositionen beschränken. In den höheren Lagen ist die Schneedecke oft hart und eisig. Vorsicht Absturzgefahr!
Schneedecke
Die Schneedecke ist für die Jahreszeit deutlich unter dem Durchschnitt. Die dünne Schneeoberfläche ist durch den Regen und die darauffolgenden Minusgrade oft verharscht und hart, teils auch eisig. In windexponierten Lagen ist es meist abgeblasen, nur in windgeschützten Bereichen liegt etwas mehr Schnee. In extrem steilen, schattseitigen Rinnen können kantige Formen das Schneedeckenfundament schwächen.
Tendenz
Die Lawinengefahr bleibt gleich.
Am Dienstag herrscht Zwischenhocheinfluss mit sonnigen und niederschlagsfreien Verhältnissen. Es wird wieder wärmer. Am Mittwoch ziehen von Süden Wolken auf. Am Donnerstag könnte eine Kaltfront zu etwas Neuschnee führen.
Gefahrenstufe
Waldgrenze
Lawinenproblem
Triebschnee
Waldgrenze
Geringe Lawinengefahr, vereinzelte Gefahrenstellen in schattseitigen Hochlagen!
Die Lawinengefahr ist gering. In extrem steilen und schattseitigen Rinnen oberhalb der Waldgrenze kann eine Auslösung kleiner Schneebrettlawinen nicht ganz ausgeschlossen werden. Frische Triebschneelinsen können hinter Geländekuppen als kleine Lawine ausgelöst werden.
Schneedecke
In den letzten 24 Stunden lagerte sich frischer Triebschnee (ca. 10 bis 15 cm) auf eine verharschte Altschneedecke ab. Kantige Formen schwächen den Schneedeckenaufbau.
Tendenz
Am Dienstag mit zunehmend südlicher Strömung nochmals sehr sonnig. Keine wesentliche Änderung der Lawinengefahr wird erwartet.