Lawinenwarndienst Steiermark

Montag, 5. Jänner 2026

Veröffentlicht am 04.01.2026, 17:00:00


Gefahrenstufe

2000m
Lawinenproblem
Triebschnee
2000m


Auf vereinzelte Triebschneelinsen achten!

Die Lawinengefahr wird als gering eingestuft. In den letzten Tagen haben sich oberhalb von rund 2000 m Triebschneelinsen gebildet. Diese können an wenigen Stellen durch einzelne Personen als kleine Schneebrettlawinen ausgelöst werden. Gefahrenstellen durch Triebschnee befinden sich insbesondere hinter Rücken und Kämmen mit nördlicher oder östlicher Exposition sowie in eingewehten Rinnen und Mulden. Die Gefahrenstellen sind gut erkennbar. Die Anzahl der Gefahrenstellen nimmt von Nord nach Süd ab. Die meisten Triebschneelinsen gibt es im Dachsteingebiet und im Toten Gebirge. Von den Niederen Tauern und dem Hochschwabgebiet bis zur Pack liegt wesentlich weniger Schnee.

Schneedecke

In den letzten Tagen haben sich durch den stürmischen Westwind störanfällige Triebschneelinsen zwischen dem Dachstein und dem Toten Gebirge gebildet. Diese liegen häufig auf kantigen Formen oder einer harten Altschneedecke. In den übrigen Gebirgsgruppen ist die Schneeoberfläche sonnseitig hart bzw. eisig. In den schattseitigen Lagen schwächt die aufbauende Umwandlung den Schneedeckenaufbau. Das Bruchfortpflanzungspotential ist aber sehr gering. Die Schneehöhe ist in allen Höhenlagen und Gebirgsgruppen deutlich unterdurchschnittlich.

Tendenz

In den kommenden Tagen kommt es zu keiner wesentlichen Änderung der Schnee- und Lawinensituation. Am Dienstag und Mittwoch bleibt es kalt bei meist nur schwachem bis mäßigem Wind. Am Donnerstag wird der Wind stärker und in der Nacht auf Freitag führt eine Warmfront zu einem deutlichen Temperaturanstieg.