Lawinenwarndienst Steiermark

Samstag, 3. Jänner 2026

Veröffentlicht am 03.01.2026, 07:45:00


Gefahrenstufe

2000m
Lawinenproblem
Triebschnee
2000m


Störanfällige Triebschneepakete beachten.

Oberhalb von 2000 m herrscht mäßige Lawinengefahr. Am Freitagabend und in der Nacht auf Samstag fällt zwar nur wenig Neuschnee. Der stürmische Westwind führt aber weiterhin zur Verfrachtung, wodurch störanfällige Triebschneeablagerungen entstehen. Speziell hinter Rücken und Kämmen nördlicher, östlicher und südlicher Expositionen sowie in eingewehten Rinnen und Mulden können diese durch einzelne Personen als kleine bis mittelgroße Schneebrettlawinen ausgelöst werden. Die Gefahrenstellen sind bei ausreichenden Sichtbedingungen gut erkennbar.

Schneedecke

Die vorhandene Schneedecke ist stark vom Wind der letzten Tage geprägt. Der Triebschnee der letzten Tage hat sich meist auf weichen Schichten im Übergang zum Altschnee oder zu älterem Triebschnee abgelagert. Am Abend und in der Nacht auf Samstag fallen 5 bis 10 Zentimeter Neuschnee. Durch den starken Westwind können sich weitere Triebschneepakete bilden. Die Verbindung untereinander ist in den Hochlagen schlecht. Im Altschneefundament finden sich vor allem schattseitig auch Schwachschichten aus kantigen Kristallen. Die Beschaffenheit und Mächtigkeit der Schneedecke variiert stark auf kleinem Raum. Oft existiert keine ausreichende Altschneedecke.

Tendenz

Die Triebschneepakete bleiben störanfällig. Eine wesentliche Änderung der Lawinensituation wird nicht erwartet. Der Sonntag verläuft sonnig und kalt. Der Wind weht mäßig bis stark aus Nordwest. Von Montag bis Mittwoch kündigen sich bei winterlich kalten Verhältnissen von Süden her Schneefälle an.


Gefahrenstufe


Lawinenproblem
Kein ausgeprägtes Lawinenproblem


Triebschneelinsen in den Niederen Tauern beachten.

Die Lawinengefahr ist gering. Verletzungen durch Steine oder Absturz bleiben die Hauptgefahr. Vor allem in den Niederen Tauern bilden sich vereinzelt frische Triebschneelinsen. Durch große Zusatzbelastung können an wenigen Stellen kleine Schneebrettlawinen ausgelöst werden, speziell hinter exponierten Rücken und Kämmen sowie eingewehten Rinnen und Mulden. Die Gefahrenstellen sind generell gut erkennbar. Die Mitreiß- und Absturzgefahr überwiegt gegenüber der Verschüttungsgefahr.

Schneedecke

Durch den starken Wind am Freitag haben sich auf der verharschten Altschneedecke vereinzelt frische Triebschneelinsen abgelagert. Oft werden eine aufbauend umgewandelte Oberfläche oder älterer Triebschnee überdeckt. Die Verbindung zwischen den frischen Triebschneeansammlungen und der vorhandenen Schneedecke ist meist schlecht. Die Beschaffenheit und Mächtigkeit der Schneedecke variieren stark auf kleinem Raum. Oft existiert keine ausreichende Altschneedecke. Generell liegt nur wenig Schnee.

Tendenz

Es wird keine wesentliche Änderung der Lawinensituation erwartet. Der Sonntag verläuft sonnig und kalt. Der Wind weht mäßig bis stark aus Nordwest. Zwischen Montag und Mittwoch kündigen sich bei winterlich kalten Verhältnissen dann von Süden her Schneefälle an.