Auf die Einsinktiefe achten und Unternehmungen rechtzeitig beenden!
Die Lawinengefahr ist oberhalb 1500 m mäßig, unterhalb davon gering. Altschnee ist das Hauptproblem. Mit großer Zusatzbelastung können an Steilhängen in den Expositionen West über Nord bis Ost vereinzelt auch große Schneebrettlawinen ausgelöst werden. Vorsicht vor allem in den Hochlagen an Übergangsbereichen von wenig zu viel Schnee und dort, wo die Einsinktiefen größer werden.
Mit der Sonneneinstrahlung nimmt die Nassschneelawinenaktivität im Tagesverlauf zu. Aus noch nicht entladenem, extrem steilem Gelände sind dann nasse Lockerschneelawinen, auf Hängen mit glattem Untergrund Gleitschneelawinen möglich. Gleitschneelawinen können vereinzelt auch an schattigen Hängen und zu jeder Tages- und Nachtzeit auftreten. Nassschneelawinen erreichen mittlere Größe.
Schneedecke
Die Schneedecke hat sich deutlich gesetzt und stabilisiert. Oberflächlich gefriert sie über Nacht vielerorts tragfähig, in der Sonne weicht sie tagsüber wieder auf. Südseitig stellen sich dort, wo noch ausreichend Schnee liegt, bereits Firnverhältnisse ein. Bis weit in hohe Lagen hinauf ist die Schneedecke schwach feucht, in mittleren Lagen ist sie teils zum Boden hin nass. In Schattenhängen höherer Lagen sind tiefer in der Schneedecke kantige Kristalle zu finden.