Montag, 9. Februar 2026

Veröffentlicht am 08.02.2026, 17:00:00


Gefahrenstufe

1800m
Lawinenproblem
Neuschnee
1800m
Triebschnee
1800m
Altschnee
1800m
Neuschnee
1800m


Die derzeitige Schneedecke ist ungewöhnlich und erfordert besondere Aufmerksamkeit und Vorsicht!

Neuschnee und Triebschnee im Hochgebirge.

In den Bergen gab es bei der letzten Schneeepisode eine beträchtliche Neuschneemenge. Unterhalb von etwa 1800 m fiel feuchter Schnee, während es in tieferen Lagen teilweise schneite und teilweise regnete. Gefährlicher sind Orte, an denen Südwinde große Schneeverwehungen aufgetürmt haben. In diesen Gebieten kann selbst eine leichte Belastung Schneeverwehungen auslösen. In schattigen Gebieten gibt es eine Schwachschicht bis tief in die Schneedecke, die vor allem an den Axialseiten gefährlich sein kann.

Schneedecke

gm.1: bodennahe schwachschicht
gm.4: kalt auf warm / warm auf kalt

In den letzten zwei Tagen gab es im Hochgebirge viel Neuschnee, am Wochenende etwas mehr Schnee. Unterhalb von etwa 1800 m ist der Schnee feucht und in der gesamten Schneedecke gut gebündelt. In höheren Lagen ist der Schnee trockener und leichter. Der Südwind hat an den Leeseiten der Grate neue große Verwehungen gebildet. In der Altschneedecke befindet sich tief unter der Oberfläche eine Schwachschicht, die im Hochgebirge an den Achsflanken problematisch sein kann. Die Schneedecke im Hochgebirge baut sich nur langsam um, in den Mittelgebirgen hat sie sich etwas stärker umgewandelt.

Tendenz

Zu Beginn der Woche ist es weiterhin meist bewölkt mit gelegentlichen Schauern, und die Gipfel der Hochgebirge ragen gelegentlich aus der Wolkendecke.


Gefahrenstufe

2200m
Lawinenproblem
Altschnee
2200m
Altschnee
2200m


weiterhin schwache Altschneedecke

Ausgeprägte Schwachschichten im Altschnee können vor allem oberhalb 2200 m an steilen, wenig befahrenen Hängen immer noch von einzelnen Wintersportlern ausgelöst werden. Die Gefahrenstellen sind von außen nicht sichtbar. Auch Fernauslösungen sind weiterhin nicht auszuschliessen. Ältere, kleinräumige Triebschneeansammlungen befinden sich vermehrt in Kammlagen, sowie eingewehten Rinnen und Mulden. Ausgelöste Lawinen können in tiefere Schichten durchreißen und mittelgroß werden. Wummgeräusche und Rissbildungen sind Gefahrenzeichen. Aktivitäten abseits gesicherter Bereiche erfordern eine sorgfältige Gelände- und Gefahrenbeurteilung. Zurückhaltung wird empfohlen. Mit der tageszeitlichen Erwärmung und Sonneneinstrahlung sind einzelne Lockerschneelawinen aus sehr steilem Gelände möglich.

Schneedecke

Wenig Neu- und kleinräumiger Triebschnee der letzten Tage liegen in höheren, windgeschützten Bereichen teilweise auf lockerem Schnee bzw. Oberflächenreif und - vor allem an schattseitigen Steilhängen - auf einer schwachen Altschneedecke. Sonnseitig und generell in niederen Lagen durchfeuchtet die Schneeoberfläche und bildet nachts einen Bruchharschdeckel aus. Steile Südseiten sind teilweise schon tragfähig.

Tendenz

Schwachschichten im Altschnee bleiben das Hauptproblem. Die Störanfälligkeit nimmt jedoch allmählich langsam ab.


Gefahrenstufe

1800m
Lawinenproblem
Altschnee
1800m


Schwachschichten im Altschnee sind störanfällig!

Die Lawinengefahr ist über etwa 1800 m erheblich, darunter gering. Die Situation ist für Wintersport heikel. Vor allem von West über Nord nach Ost können an einigen Stellen mittelgroße Schneebrettlawinen leicht von einzelnen Personen ausgelöst werden, an wenigen Stellen aber auch im Südsektor. Vereinzelt sind auch noch Fernauslösungen möglich. Wird oberflächennah Triebschnee gestört so ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass Lawinen in tiefere Schichten durchreißen. Die Altschneedecke ist flächendeckend schlecht aufgebaut: Gefahrenstellen sind kaum erkennbar und verlangen eine defensive Routenwahl. Vorsicht insbesondere nahe Übergängen von wenig zu viel Schnee und in den Einfahrtsbereichen zu steilen Rinnen. Sonnseitig können sich im Tagesverlauf kleine Lockerschneerutsche aus sehr steilen Hängen spontan lösen.

Schneedecke

Die Schneeoberfläche ist bis auf etwa 1500 m zumindest angefeuchtet, sonnseitig auch höher hinauf. Über Nacht kann die Schneeoberfläche auskühlen und ist morgens in diesen Bereichen verharscht und hart. Darüber sowie generell schattseitig ist die Schneeoberfläche meist noch trocken, hier überlagert ein gebundenes Schneebrett aus ehemaligem Neu- oder Triebschnee lockere Schichten (z.B. Oberflächenreif, kantige Kristalle) oder ältere, harte Triebschneepakete. Generell wechseln schneearme Bereiche mit beachtlichen Triebschneeansammlungen. Brüche erfolgen entweder in lockeren Schichten nahe der Oberfläche oder nahe jener Kruste, die den Übergang zur komplett kantig aufgebauten Altschneedecke bildet. Unter dieser Kruste besteht die Altschneedecke aus Tiefenreif und kantigen Formen, die in schneereicheren Gebieten noch von weiteren Krusten durchzogen werden. Die Gesamtschneehöhe ist deutlich unterdurchschnittlich.

Tendenz

Das Altschneeproblem bleibt bestehen.


Gefahrenstufe

1800m
Lawinenproblem
Altschnee
1800m


Schwacher, störanfälliger Altschnee ist die Hauptgefahr

Die Lawinengefahr ist über etwa 1800 m erheblich. Vor allem von West über Nord nach Ost können an einigen Stellen schon von einzelnen Personen mittelgroße Schneebrettlawinen ausgelöst werden. Brüche können in den schlecht aufgebauten Altschnee durchreißen. Die Gefahrenstellen sind kaum erkennbar und sollten defensiv beurteilt werden. Vereinzelt sind Fernauslösungen möglich. Vorsicht insbesondere im Übergang von wenig zu viel Schnee und in den eingewehten Einfahrtsbereichen von Rinnen und Mulden.

Schneedecke

Die oft gebundene Schneeauflage (Brett) liegt auf einer schlecht aufgebaute Altschneedecke. Brüche können innerhalb der Altschneedecke erfolgen, die oft aus einer Abfolge aus Schmelzkrusten und kantigen Formen bzw. Tiefenreif besteht. Zudem können noch bestehende Schwachschichten (überdeckter Oberflächenreif) am Übergang der Auflage zur Altschneedecke gestört werden.

Tendenz

Die Lawinensituation bessert sich nur langsam.


Gefahrenstufe

1800m
Lawinenproblem
Altschnee
1800m


Schwachschichten im Altschnee bleiben störanfällig

Die Lawinengefahr ist über etwa 1800 m mäßig, darunter gering. Vor allem von West über Nord nach Ost können noch an einigen Stellen Schneebrettlawinen von einzelnen Personen ausgelöst werden. Lawinen können in den Altschnee durchreißen und mittelgroß werden. Gefahrenstellen sind zum Teil schlecht erkennbar und verlangen eine defensive Routenwahl. Vorsicht insbesondere nahe Übergängen von wenig zu mehr Schnee und in den eingewehten Einfahrtsbereichen zu steilen Rinnen. Sonnseitig können sich im Tagesverlauf kleine Lockerschneelawinen aus sehr steilen Hängen spontan lösen.

Schneedecke

Die Schneeoberfläche ist bis auf etwa 1500 m zumindest angefeuchtet, sonnseitig auch höher hinauf. Über Nacht kann die Schneeoberfläche auskühlen und ist morgens verharscht und hart. Ein gebundenes Schneebrett aus ehemaligem Neu- oder Triebschnee überlagert lockere Schichten (z.B. Oberflächenreif, kantige Kristalle) oder ältere, harte Triebschneepakete. Generell wechseln schneearme Bereiche mit beachtlichen Triebschneeansammlungen. Brüche erfolgen entweder in lockeren Schichten nahe der Oberfläche oder nahe jener Kruste, die den Übergang zur komplett kantig aufgebauten Altschneedecke bildet. Unter dieser Kruste besteht die Altschneedecke aus Tiefenreif und kantigen Formen, die in schneereicheren Gebieten noch von weiteren Krusten durchzogen werden. Die Gesamtschneehöhe ist deutlich unterdurchschnittlich.

Tendenz

Das Altschneeproblem bleibt bestehen.


Gefahrenstufe

1800m
Lawinenproblem
Triebschnee
1800m
Altschnee


Triebschnee auf schwachem Altschnee

Die Lawinengefahr ist über etwa 1800 m mäßig. Triebschneelinsen können speziell im ostexponierten Steilgelände an wenigen Stellen ausgelöst werden. In den Nord- und Ostexpositionen besteht zudem in Höhenlagen oberhalb der Waldgrenze nach wie vor ein Altschneeproblem. Bei einem Durchriss bis in die Altschneedecke können die Lawinen mitunter mittlere Größe erreichen. Vorsicht im Bereich von Geländefallen. Sonnseitig können sich mit Sonneneinstrahlung aus sehr steilen Hängen feuchte Rutsche lösen.

Schneedecke

Eine unterschiedlich mächtige Schneeauflage (am größten im Toten Gebirge) bzw. dünne Triebschneelinsen überdecken eine teils sehr variable und meist harte Altschneedecke. In schattigen Rinnen und Mulden liegt deutlich mehr Schnee als in sonnigen Hanglagen, die bis 2000 m hinauf teils aper sind. In den Nord- und Ostexpositionen ist die Schneedecke weiterhin durch Schichten mit kantigen Kristallen und Schwimmschnee geschwächt, das Altschneeproblem bleibt weiterhin bestehen.

Tendenz

Keine wesentliche Änderung der Lawinengefahr.


Gefahrenstufe

2000m
Lawinenproblem
Altschnee
2000m


weiterhin ungünstige Altschneedecke

Ausgeprägte Schwachschichten im Altschnee können vor allem an steilen, wenig befahrenen Hängen immer noch von Wintersportlern ausgelöst werden. Die Gefahrenstellen sind von außen nicht sichtbar. Ausgelöste Lawinen können mittelgroß werden. Wummgeräusche und Rissbildungen sind Gefahrenzeichen. Aktivitäten abseits gesicherter Bereiche erfordern eine sorgfältige Gelände- und Gefahrenbeurteilung. Mit der tageszeitlichen Erwärmung und Sonneneinstrahlung sind einzelne Lockerschneelawinen aus sehr steilem Gelände möglich.

Schneedecke

Wenig Neu- und kleinräumiger Triebschnee der letzten Tage liegen in höheren, windgeschützten Bereichen teilweise auf lockerem Schnee bzw. Oberflächenreif und - vor allem an schattseitigen Steilhängen - auf einer schwachen Altschneedecke. Sonnseitig und generell in niederen Lagen durchfeuchtet die Schneeoberfläche und bildet nachts einen Bruchharschdeckel aus. Steile Südseiten sind teilweise schon tragfähig.

Tendenz

Lawinenauslösungen im Altschnee sind weiterhin möglich.


Gefahrenstufe

1800m
Lawinenproblem
Triebschnee
1800m
Altschnee
1800m


Altschnee-, teils noch Triebschneeproblem in den höheren Lagen!

Die Lawinengefahr ist gering, in den höheren Lagen teils mäßig. Kleinräumige ältere teils überdeckte Verfrachtungen nordost- bis südseitig sind zu beachten. Schneebrettlawinen können im Steilgelände bereits durch geringe Zusatzbelastung (eine Person) ausgelöst werden. Vorwiegend in den nord- und schattseitigen Hochlagen sind weiterhin wenige Gefahrenstellen, in kammnahen Steilhängen, bei Übergängen von wenig zu mehr Schnee sowie in steilen Rinnen vorhanden. Sonnseitig können sich im Tagesverlauf kleine spontane Lockerschneelawinen aus sehr steilen Hängen lösen.

Schneedecke

In der Altschneedecke selbst sind nach wie vor dünne Schmelzkrusten eingelagert und sie ist oberflächig oft locker oder teils auch hart. Das Schneedeckenfundament enthält in nord- und schattseitigen höheren Lagen immer noch kantige Kristalle, teils Schwimmschnee. Der Triebschnee bindet besser. Die Schneedecke ist sehr unterschiedlich verteilt, selbst in den höheren Lagen liegt nur wenig Schnee.

Tendenz

Das Triebschneeproblem geht zurück, das lokale Altschneeproblem bleibt bestehen.


Gefahrenstufe

2000m
Lawinenproblem
Altschnee
2000m


Schwachschichten im Altschnee bleiben störanfällig

Die Lawinengefahr ist über etwa 2000 m mäßig, darunter gering. Vor allem von West über Nord nach Ost können noch an einigen Stellen Schneebrettlawinen von einzelnen Personen ausgelöst werden. Lawinen können in den Altschnee durchreißen und mittelgroß werden. Gefahrenstellen zum Teil schlecht erkennbar und verlangen eine defensive Routenwahl. Vorsicht insbesondere nahe Übergängen von wenig zu mehr Schnee und in den eingewehten Einfahrtsbereichen zu steilen Rinnen. Sonnseitig können sich im Tagesverlauf kleine Lockerschneelawinen aus sehr steilen Hängen spontan lösen.

Schneedecke

Die Schneeoberfläche ist bis auf etwa 1500 m zumindest angefeuchtet, sonnseitig auch höher hinauf. Über Nacht kann die Schneeoberfläche auskühlen und ist morgens verharscht und hart. Ein gebundenes Schneebrett aus ehemaligem Neu- oder Triebschnee überlagert lockere Schichten (z.B. Oberflächenreif, kantige Kristalle) oder ältere, harte Triebschneepakete. Generell wechseln schneearme Bereiche mit beachtlichen Triebschneeansammlungen. Brüche erfolgen entweder in lockeren Schichten nahe der Oberfläche oder nahe jener Kruste, die den Übergang zur komplett kantig aufgebauten Altschneedecke bildet. Unter dieser Kruste besteht die Altschneedecke aus Tiefenreif und kantigen Formen, die in schneereicheren Gebieten noch von weiteren Krusten durchzogen werden. Die Gesamtschneehöhe ist deutlich unterdurchschnittlich.

Tendenz

Das Altschneeproblem bleibt bestehen.


Gefahrenstufe

2200m
Lawinenproblem
Altschnee
2200m
Altschnee
2200m


Eine Bruchausbreitung wird unwahrscheinlicher.

Die Lawinengefahr ist oberhalb 2200 m mäßig, darunter ist sie gering. Problematisch ist Altschnee. Schneebrettlawinen können insbesondere mit großer Zusatzbelastung ausgelöst werden. Gefahrenstellen befinden sich an sehr steilen Hängen der Expositionen Nordwest über Nord bis Ost sowie am Übergang von wenig zu viel Schnee, zum Beispiel bei der Einfahrt in Rinnen und Mulden. Die Anzahl der Gefahrenstellen nimmt mit der Höhe zu. Lawinen können in den Hochlagen mittlere Größe erreichen.

Schneedecke

In mittleren Lagen ist die Schneedecke morgens verharscht, bevor sie mit Sonne im Tagesverlauf aufweicht. An schattigen Hängen höherer Lagen (oberhalb ca. 1500 m) ist der Schnee gut gesetzt und pulvrig. Unter tieferliegenden Harschdeckeln finden sich stellenweise Schwachschichten aus kantigen Kristallen. Südseitig apert der Boden zunehmend aus.

Tendenz

Die Lawinengefahr geht langsam zurück.


Gefahrenstufe

1800m
Lawinenproblem
Altschnee
1800m


Vereinzelte Gefahrenstellen im schattseitigen Steilgelände

Einzelne Wintersportler können vor allem in höheren Kammlagen sowie eingewehten Rinnen und Mulden kleine Schneebrettlawinen auslösen. Wenn diese auf tieferliegende Schwachschichten im Altschnee durchreißen, können sie vereinzelt auch mittelgroß werden. Solche Gefahrenstellen sind von außen nicht zu erkennen. Wummgeräusche und Rissbildung sind Gefahrenzeichen. Mit der tageszeitlichen Erwärmung und Sonneneinstrahlung sind einzelne Lockerschneelawinen aus sehr steilem Gelände möglich.

Schneedecke

Ältere Triebschneeansammlungen stabilisieren sich zusehends. Vor allem in schattseitigen Steilhängen sind teilweise noch ungünstige Basis- und Zwischenschichten in der Altschneedecke erhalten geblieben. Sonnseitig und generell in niederen Lagen durchfeuchtet die Schneeoberfläche und bildet nachts einen Bruchharschdeckel aus. Steile Südseiten sind teilweise schon tragfähig.

Tendenz

Vorerst keine wesentliche Änderung.


Gefahrenstufe

1800m
Lawinenproblem
Altschnee
1800m


Vorsicht vor schwachem Altschnee!

Die Lawinengefahr wird über etwa 1800 m mit mäßig beurteilt, darunter ist sie gering. Es herrscht nach wie vor ein Altschneeproblem in den Nord- und Ostexpositionen. Zudem können am wenigen Stellen ältere Triebschneeablagerungen durch geringe Zusatzbelastung als kleine Schneebrettlawinen ausgelöst werden. Beim Durchbrechen in die schwache Altschneedecke sind auch Schneebrettlawinen mittlerer Größe möglich. Die Gefahrenbereiche befinden sich vor allem im Übergang von wenig zu mehr Schnee sowie hinter Geländekanten und im Einfahrtsbereich von Rinnen und Mulden. Oft sind die Gefahrenstellen schwer zu erkennen.

Schneedecke

Älterer Triebschnee gestaltet sich in höheren, steilen Bereichen durch Schwachschichten wie eingeschneiten Oberflächenreif noch störanfällig. In schattigen Rinnen und Mulden liegt deutlich mehr Schnee als in sonnigen Hanglagen. In den Nord- und Ostexpositionen wird die Altschneedecke weiterhin durch Krusten und Schichten mit kantigen Kristallen und Schwimmschnee geschwächt, das Altschneeproblem bleibt weiter bestehen. Es liegt weiterhin deutlich weniger Schnee als im Durchschnitt.

Tendenz

Besonders alpensüdseitig halten sich unterhalb von 2000 m weiterhin zähe Hochnebelfelder. An der Alpennordseite können diese bei föhnigem Südwind lichten. Keine wesentliche Änderung der Lawinengefahr.


Gefahrenstufe

2200m
Lawinenproblem
Altschnee
2200m


Schwachschichten im Altschnee können noch gestört werden

Die Lawinengefahr ist gering. Über etwa 2200 m können im Sektor West über Nord nach Ost an wenigen Stellen noch kleine Schneebrettlawinen ausgelöst werden. Gefahrenbereiche befinden sich am Übergang von wenig zu mehr Schnee und generell neben abgewehten Bereichen sowie in den Einfahrtsbereichen zu mit Triebschnee gefüllten Rinnen und Mulden. Zum Teil sind die Gefahrenstellen schlecht zu erkennen. Die Absturz- und Verletzungsgefahr überwiegt im Allgemeinen die Verschüttungsgefahr, Achtung im Bereich von Geländefallen.

Schneedecke

Die Schneedecke ist bis auf etwa 1500 m zumindest oberflächlich angefeuchtet worden, sonnseitig auch bis in Gipfelbereiche. Über Nacht kann die Schneeoberfläche auskühlen und ist morgens verharscht und hart. Nur in schattseitigen Hochlagen kann die Schneeoberfläche zum Teil noch trocken und locker sein oder windbehandelt. Ein dünnes, gebundenes Schneebrett überlagert hier eine schwache Altschneedecke, die inzwischen vorwiegend aus kantigen Kristallen bzw. Tiefenreif besteht. Störanfällige Schwachschichten befinden sich vorwiegend im schwachen Altschneefundament.

Tendenz

Keine wesentliche Änderung der Lawinengefahr.


Gefahrenstufe

Waldgrenze
Lawinenproblem
Altschnee
Waldgrenze


Geringe Lawinengefahr, vereinzelte Gefahrenstellen in den Expositionen Nord und Ost!

Die Lawinengefahr ist gering. An wenigen Stellen der Hochlagen können in steilen Rinnen und Mulden kleine Schneebrettlawinen ausgelöst werden. Gefahrenstellen für Lawinen sind von einer dünnen Auflage überdeckt und oft schwer zu erkennen. Im Allgemeinen überwiegt die Mitreiß-, Absturz- und Verletzungsgefahr der Verschüttungsgefahr. Vorsicht jedoch im Bereich von Geländefallen.

Schneedecke

Es liegt weiterhin wenig Schnee. Die Schneedecke ist stellenweise feucht oder verharscht. In den Hochlagen schwächen aber schattseitig immer noch kantige Schneekristalle die Stabilität. Darüber kann im erweiterten Ostsektor vereinzelt auch ein dünne, gebundene Auflage liegen, die teilweise keine gute Bindung zur Altschneedecke aufweist.

Tendenz

Keine wesentliche Änderung der Lawinengefahr.


Gefahrenstufe

Waldgrenze
Lawinenproblem
Triebschnee
Waldgrenze


Geringe Lawinengefahr, dennoch Vorsicht im extremen Steilgelände der Hochlagen!

Die Lawinengefahr ist gering. An einigen Stellen der Hochlagen können aber in steilen und schattigen Rinnen und hinter Geländekanten immer noch Triebschneeansammlungen als kleinere Schneebrettlawinen ausgelöst werden.

Schneedecke

Es liegt weiterhin wenig Schnee. Die Schneedecke ist großteils feucht oder verharscht, in den Hochlagen schwächen aber schattseitig immer noch kantige Schneekristalle die Stabilität. Darüber kann im erweiterten Ostsektor vereinzelt auch Triebschnee liegen, der teilweise keine gute Bindung zur Altschneedecke aufweist.

Tendenz

Am Dienstag bleibt es wechselhaft, es wird aber kein nennenswerter Neuschnee erwartet. Die Lawinengefahr bleibt gering.


Gefahrenstufe



Geringe Lawinengefahr, sehr wenig Schnee.

Aufgrund von Schneemangel ist die Lawinengefahr gering. Die Sturzgefahr auf vereisten Oberflächen überwiegt die Lawinengefahr.

Schneedecke

Es liegt generell sehr wenig Schnee. Durch Regeneintrag ist die verbleibende dünne Schneedecke feucht oder verharscht.

Tendenz

Am Dienstag bleibt es wechselhaft, es wird aber kein nennenswerter Neuschnee erwartet. Die Lawinengefahr bleibt gering.


Gefahrenstufe

Waldgrenze
Lawinenproblem
Altschnee
Waldgrenze


Geringe Lawinengefahr, beständiges Altschneeproblem beachten

Die Lawinengefahr ist gering. In den Nord- und Ostexpositionen besteht in Höhenlagen oberhalb der Waldgrenze nach wie vor ein Altschneeproblem. Im nord- und ostexponierten Steilgelände kann die gebundene Auflage an wenigen Stellen ausgelöst werden. Selbst bei einem Durchriss bis in die Altschneedecke bleiben die Lawinen aber klein. Im Allgemeinen überwiegt die Mitreiß-, Absturz- und Verletzungsgefahr der Verschüttungsgefahr. Vorsicht jedoch im Bereich von Geländefallen. Sonnseitig können sich mit Sonneneinstrahlung aus sehr steilen Hängen feuchte Rutsche lösen.

Schneedecke

Es liegt weiterhin deutlich weniger Schnee als im Durchschnitt. Eine dünne Auflage überdeckt teilweise eine sehr variable und meist harte Altschneedecke. In schattigen Rinnen und Mulden liegt deutlich mehr Schnee als in sonnigen Hanglagen, die bis 2000 m hinauf teils aper sind. In den Nord- und Ostexpositionen ist die Schneedecke weiterhin durch Schichten mit kantigen Kristallen und Schwimmschnee bis zum Fundament geschwächt, das Altschneeproblem bleibt weiterhin bestehen.

Tendenz

Keine wesentliche Änderung der Lawinengefahr.


Gefahrenstufe



Geringe Lawinengefahr und wenig Schnee

Die Lawinengefahr ist gering, es liegt wenig Schnee. Vereinzelte Gefahrenstellen sind noch steilen, schattseitigen Einfahrtsbereichen zu mit Triebschnee gefüllten Rinnen der Gipfelbereiche denkbar. Generell überwiegt die Verletzungsgefahr an Steinen sowie die Absturzgefahr auf harten oder eisigen Oberflächen die Verschüttungsgefahr.

Schneedecke

Die Schneedecke ist bis auf etwa 1500 m zumindest oberflächlich angefeuchtet, sonnseitig auch bis in Gipfelbereiche. Über Nacht bildet sich an der Schneeoberfläche ein Harschdeckel, der erst im Laufe des Tages wieder aufweicht. Nur in schattseitigen Hochlagen kann die Schneeoberfläche noch zum Teil locker und trocken sein oder windbehandelt. Kantig aufgebauter Altschnee schwächt hier - sofern vorhanden - das dünne Schneedeckenfundament.

Tendenz

Keine wesentliche Änderung der Lawinengefahr.


Gefahrenstufe


Lawinenproblem
Neuschnee


Vermehrte Neuschneemengen in den höchsten Lagen der Mittelgebirge, Triebschneeansammlungen

Mehr Neuschnee in den höchsten Lagen der Mittelgebirge

In den Bergen gab es während der letzten zweitägigen Schneepause oberhalb von etwa 1500 m eine beträchtliche Menge Neuschnee. In tieferen Lagen hat es teilweise geschneit (Nassschnee) und teilweise geregnet. Süd- und Südostwinde türmten auf Graten und Gipfeln Schneeverwehungen auf.

Schneedecke

Die meist spärliche Altschneedecke hat oberhalb von etwa 1500 m Höhe 50-60 cm Neuschnee erhalten, lokal auch mehr, vor allem im Süden des Landes. Der Schnee ist in der gesamten Schneedecke feucht und bereits recht gut miteinander verfestigt. Auf den Leeseiten der Grate haben sich Winde aus Süd und Südost aufgebaut.

Tendenz

Zu Beginn der Woche ist es überwiegend bewölkt und es kommt zu gelegentlichen Schauern.


Gefahrenstufe

1800m
Lawinenproblem
Altschnee
1800m


Nur mehr wenige Gefahrenstellen

Die Lawinengefahr ist gering. Vereinzelt können kleine Schneebrettlawinen insbesondere mit großer Zusatzbelastung im Altschnee ausgelöst werden. Gefahrenstellen befinden sich oberhalb etwa 1800 m an extrem steilen Schattenhängen. Die Sturz- und Verletzungsgefahr ist größer als die Gefahr einer Verschüttung.

Schneedecke

In mittleren Lagen ist die Schneedecke morgens verharscht, bevor sie mit Sonne im Tagesverlauf aufweicht. An schattigen Hängen höherer Lagen (oberhalb ca. 1500 m) ist der Schnee gut gesetzt und pulvrig. Große, kantige Kristalle bilden häufig das Schneedeckenfundament. Die Südseiten sind weitgehend ausgeapert.

Tendenz

Die Lawinengefahr bleibt gering.


Gefahrenstufe

1800m
Lawinenproblem
Altschnee
1800m


Altschneeproblem und kleinräumige Verfrachtungen!

Die Lawinengefahr ist gering. Schneebrettlawinen können aber im Steilgelände bereits durch geringe Zusatzbelastung (eine Person) ausgelöst werden. Vorwiegend in den nord- und schattseitigen Hochlagen sind einzelne Gefahrenstellen, in kammnahen Steilhängen, bei Übergängen von wenig zu mehr Schnee sowie in steilen Rinnen vorhanden. Kleinräumige ältere Verfrachtungen sind nordost- bis südseitig teils noch zu beachten. Sonnseitig sind im Tagesverlauf kleine spontane Lockerschneelawinen aus sehr steilen Hängen möglich.

Schneedecke

In der Altschneedecke selbst sind nach wie vor dünne Schmelzkrusten eingelagert und sie ist oberflächig oft locker oder teils auch hart. Das Schneedeckenfundament enthält in nord- und schattseitigen höheren Lagen immer noch kantige Kristalle, teils Schwimmschnee. Der Triebschnee bindet besser. Die Schneedecke ist sehr unterschiedlich verteilt, selbst in den höheren Lagen liegt nur wenig Schnee.

Tendenz

Das Triebschneeproblem geht zurück, das lokale Altschneeproblem bleibt bestehen.