Montag, 2. Februar 2026

Veröffentlicht am 02.02.2026, 06:50:00


Gefahrenstufe

2200m
Lawinenproblem
Altschnee
2200m
Altschnee
2200m


Achtung: Ausgeprägte Schwachschichten im Altschnee!

Ausgeprägte Schwachschichten im Altschnee: Aktivitäten abseits gesicherter Bereiche erfordern eine sorgfältige Gelände- und Gefahrenbeurteilung und Zurückhaltung. Ausgelöste Lawinen können im Altschnee in tiefen Schichten anreißen und mittelgroß werden. Solche Gefahrenstellen befinden sich vor allem an steilen Schattenhängen und sind von außen nicht sichtbar. Auch Fernauslösungen sind möglich. Wummgeräusche und Risse beim Betreten der Schneedecke sind Gefahrenzeichen. Sonnseitig können sich im Tagesverlauf meist kleine Lockerschneelawinen spontan lösen. Zudem entstehen in den Föhngebieten im Tagesverlauf teils störanfällige Triebschneeansammlungen.

Schneedecke

Ältere Triebschneeansammlungen der vergangenen Woche liegen in höheren Lagen teilweise auf lockerem Schnee und einer - vor allem an schattseitigen Steilhängen - schwachen Altschneedecke. Die Triebschneeansammlungen sind überschneit und daher kaum zu erkennen. Lawinenauslösungen durch Wintersportler sowie Rissbildungen bestätigten die Störanfälligkeit der Schneedecke. In den vergangenen Nächten konnte sich teilweise Oberflächenreif bilden. Die über Nacht teils gebildete Harschkruste weicht sonnseitig im Tagesverlauf wieder auf.

Tendenz

Mit starkem bis stürmischem Südwestwind steigt die Lawinengefahr in höheren Lagen wieder an.


Gefahrenstufe

2000m
Lawinenproblem
Altschnee
2000m


Die Altschneedecke ist generell schlecht aufgebaut und verlangt defensives Verhalten

Die Lawinengefahr steigt mit der Höhe rasch an und ist oberhalb etwa 2000 m erheblich, darunter gering. Schneebrettlawinen können an einigen Stellen bereits von einzelnen Personen ausgelöst und mittelgroß werden. Vorsicht bei Übergängen von wenig zu viel Schnee und in den eingewehten Einfahrtsbereichen zu steilen Rinnen sowie hinter Geländekanten, hier lagern störanfällige Triebschneepakete. Ab dem späten Nachmittag wachsen diese weiter an. Sie sind teilweise überschneit und daher schwer zu erkennen. Lawinen, die oberflächennah im frischen Triebschnee ausgelöst werden können auf tieferliegende Schwachschichten durchreißen. Setzungsgeräusche beim Betreten der Schneedecke können auf die Gefahr hinweisen. Vereinzelt sind Fernauslösungen möglich.

Schneedecke

Die Schneedecke ist stark variabel und schneearme Bereiche wechseln mit beachtlichen Triebschneeansammlungen. Generell liegen 10-20 cm frischer Neu- und Triebschnee auf älteren, meist harten Triebschneepaketen, welche sich im Anfangsstadium der aufbauenden Umwandlung befinden. Darunter besteht die Altschneedecke aus Tiefenreif und kantigen Formen, die von Krusten durchzogen werden. Brüche im Altschnee erfolgen meist um die oberste Kruste, können aber auch tiefere Schichten mitreißen. In der Nacht bilden sich Harschdeckel und Oberflächenreif aus, tagsüber wird die Schneedecke sonnseitig oberflächlich leicht durchfeuchtet. Die Schneehöhe ist in allen Höhenlagen deutlich unterdurchschnittlich.

Tendenz

Die Lawinengefahr steigt mit Föhnsturm am Dienstag an.


Gefahrenstufe

Waldgrenze
Lawinenproblem
Altschnee
Waldgrenze
Triebschnee
Waldgrenze


Die derzeitige Schneedecke ist ungewöhnlich und erfordert besondere Aufmerksamkeit und Vorsicht!

Im Hochgebirge, Schwachschichten in der Schneedecke, Schneeverwehungen

Der Neuschnee hat insbesondere die Schwachschichten der Altschneedecke zusätzlich belastet. Gefährlicher sind Verwehungsstellen und schattige Bereiche, in denen eine Schwachschicht bis tief in die Schneedecke reicht. Insbesondere bei geringer Belastung sind mittelschwere Lawinenkegel aus verpacktem Schnee möglich. In den Mittelgebirgen hat sich der Neuschnee bereits etwas gewandelt und haftet besser am Boden.

Schneedecke

gm.1: bodennahe schwachschicht

Auf die schwache Schneedecke folgte in der letzten Woche etwas mehr Schnee. In den Mittelgebirgen hat der Neuschnee eine etwas bessere Strahlung auf den Boden gebracht, wo zwischendurch Regen oder Nassschnee gefallen ist. An sonnigen Hängen hat sich stellenweise ein Harsch gebildet, auf den etwas trockener und leichter Schnee gefallen ist. Die Gefahr von Lawinen ist vor allem in den schattigen Bereichen des Hochgebirges und dort, wo der Wind Verwehungen gebildet hat, erhöht. In der Altschneedecke sind tiefe und anhaltende Schwachschichten vorhanden. Die Schneedecke ist an vielen Stellen destabilisiert.

Tendenz

Am Dienstag wird es wieder bewölkt sein. Mäßige Niederschläge beginnen zu fallen. Die Schneefallgrenze steigt, am Nachmittag schneit es in Höhenlagen zwischen 1000 und 1600 m, in den östlichen Julischen Alpen tiefer. Es weht ein starker Südwestwind, der große Schneemengen mit sich führt. Die Gefahr von Lawinen wird sich erhöhen.

FRÜHER

Gefahrenstufe

Waldgrenze
Lawinenproblem
Altschnee
Waldgrenze
Altschnee
Waldgrenze

SPÄTER

Gefahrenstufe

Waldgrenze
Lawinenproblem
Triebschnee
Waldgrenze
Altschnee

Frischen Triebschnee meiden!

Die Lawinengefahr ist oberhalb der Waldgrenze am Morgen mäßig und steigt ab den Mittagsstunden auf erheblich an. Unterhalb der Waldgrenze ist die Lawinengefahr gering. Das Hauptproblem ist frischer Triebschnee, der sich am Nachmittag bildet. Kleine bis mittlere Schneebrettlawinen können dann vielerorts bereits durch geringe Zusatzbelastung ausgelöst werden. Gefahrenstellen befinden sich im kammnahen Steilgelände der Expositionen Nordwest über Nord bis Südost sowie in eingewehten Rinnen und Mulden. Sie nehmen an Anzahl und Umfang mit der Höhe zu. Ganztägig ist Altschnee problematisch. Schneebrettlawinen können vereinzelt an Übergangsbereichen von wenig zu viel Schnee in sehr steilen Schattenhängen mit großer Zusatzbelastung ausgelöst werden. Sie erreichen mittlere Größe.

Schneedecke

Mit Südwestwind entstehen in der Höhe frische Triebschneeansammlungen. Sie kommen vielerorts störanfällig auf Oberflächenreif und weichen Schichten zum Liegen. Die Altschneedecke besteht aus großen, kantigen und kantig abgerundeten Kristallen und ist zum Teil von Schmelzkrusten durchzogen. Sonnseitig liegt in mittleren Lagen kein oder nur wenig Schnee.

Tendenz

Mit Föhnsturm wachsen vor allem in den Hochlagen störanfällige Triebschneeansammlungen weiter an.


Gefahrenstufe

Waldgrenze
Lawinenproblem
Altschnee
Waldgrenze


Altschneeproblem! Vorsicht vor allem in Rinnen und Mulden in Nord- und Ostexpositionen!

Die Lawinengefahr wird oberhalb der Waldgrenze mit mäßig beurteilt, darunter ist sie gering. Es herrscht nach wie vor ein sehr schwacher Schneedeckenaufbau, vor allem in den Nord- und Ostsektoren. Hier können Lawinen bereits durch geringe Zusatzbelastung ausgelöst werden und beim Durchbrechen in die schwache Altschneedecke mittlere Größe erreichen. Darüber liegt teilweise eine dünne, gebundene Schicht vom letzten Schneefall. Die Gefahrenbereiche befinden sich vor allem im Übergang von wenig zu mehr Schnee sowie hinter Geländekanten und im Einfahrtsbereich von Rinnen und Mulden. Die Gefahrenstellen sind teils schwer zu erkennen.

Schneedecke

Die Gesamtschneehöhe ist deutlich unterdurchschnittlich. Eine dünne, teils gebundene Schneedecke überdeckt eine sehr variable und meist harte Altschneedecke. In schattigen Rinnen und Mulden liegt deutlich mehr Schnee als in sonnigen Hanglagen, die bis 2000 m hinauf teils aper sind. In den Nord- und Ostexpositionen ist die Schneedecke weiterhin durch Schichten mit kantigen Kristallen und Schwimmschnee geschwächt (Altschneeproblem!).

Tendenz

Es wird keine Änderung der Lawinengefahr erwartet. Am Dienstag wird der Wind vorübergehend lebhaft, in exponierten Hochlagen auch kräftig. Davon abgesehen steht anfangs sonniges Freizeitwetter am Programm, am Nachmittag treffen erste ausgedehnte Wolkenfelder ein. Abends trübt es sich von Süden her ein, in der Nacht auf Mittwoch und am Mittwoch selbst kommt es immer häufiger zu Regen und Schneefall, wobei die Schneefallgrenze aus heutiger Sicht bei 1300 m liegen dürfte.


Gefahrenstufe

1800m
Lawinenproblem
Altschnee
1800m


in höheren Lagen schwache Altschneedecke beachten

Einzelne Wintersportler können stellenweise kleine Schneebrettlawinen auslösen. Wenn diese auf tieferliegende Schwachschichten im Altschnee durchreißen, können sie vereinzelt auch mittelgroß werden. Die Gefahrenstellen sind schwer zu erkennen und befinden sich vor allem an Übergängen von wenig zu viel Schnee - wie z.B. bei der Einfahrt in Rinnen und Mulden. Neben einer Verschüttung ist auch die Mitreiß- und Absturzgefahr zu beachten. Sonnseitig können sich im Tagesverlauf meist kleine Lockerschneelawinen spontan lösen. Zudem entstehen vor allem in höheren Kamm- und Passlagen ab Nachmittag teils kleine störanfällige Triebschneeansammlungen.

Schneedecke

Ältere Triebschneeansammlungen der vergangenen Woche liegen teilweise auf lockerem Schnee oder auf einer oft verharschten Altschneedecke. Diese sind überschneit und daher kaum zu erkennen. Vor allem in schattseitigen Steilhängen sind teilweise noch ungünstige Zwischenschichten in der Altschneedecke erhalten geblieben. In den vergangenen Nächten konnte sich teilweise Oberflächenreif bilden. Die über Nacht teils gebildete Harschkruste weicht sonnseitig im Tagesverlauf wieder auf.

Tendenz

Mit starkem bis stürmischem Südwestwind steigt die Lawinengefahr in höheren Lagen wieder an.


Gefahrenstufe

2000m
Lawinenproblem
Altschnee
2000m


Die Altschneedecke ist generell schlecht aufgebaut und verlangt defensives Verhalten

Die Lawinengefahr steigt mit der Höhe rasch an und ist oberhalb etwa 2000 m mäßig, darunter gering. Schneebrettlawinen können nur noch an wenigen Stellen durch einzelne Personen ausgelöst werden aber bei Durchreißen in die Altschneedecke mittlere Größe erreichen. Gefahrenstellen sind teilweise überschneit und schlecht zu erkennen. Vorsicht vor allem an den Expositionen Nord bis Ost und hier besonders in den eingewehten Einfahrtsbereichen zu steilen Rinnen und Mulden, hinter Geländekanten sowie am Übergang von wenig zu mehr Schnee. Setzungsgeräusche beim Betreten der Schneedecke können auf die Gefahr hinweisen. Neben der Verschüttungsgefahr sollte auch die Mitreiß- und Absturzgefahr beachtet werden.

Schneedecke

Die Schneedecke ist stark variabel und schneearme Bereiche wechseln mit beachtlichen Triebschneeansammlungen. Diese sind zum Teil von ein paar Zentimetern gesetztem Neuschnee überdeckt. Ältere Triebschneeansammlungen sind stellenweise aufbauend umgewandelt und locker, stellenweise bretthart. Darunter besteht die Altschneedecke aus Tiefenreif und kantigen Formen, die von Krusten durchzogen werden. Brüche im Altschnee erfolgen meist um die oberste Kruste. In der Nacht bilden sich Harschdeckel und Oberflächenreif aus, tagsüber wird die Schneedecke sonnseitig oberflächlich leicht durchfeuchtet. Die Gesamtschneehöhe ist deutlich unterdurchschnittlich.

Tendenz

Die Lawinengefahr steigt mit Föhnsturm am Dienstag etwas an.

FRÜHER

Gefahrenstufe

Waldgrenze
Lawinenproblem
Altschnee
Waldgrenze

SPÄTER

Gefahrenstufe

Waldgrenze
Lawinenproblem
Triebschnee
Waldgrenze
Altschnee

Frischen Triebschnee meiden!

Die Lawinengefahr ist gering und steigt ab den Mittagsstunden mit einsetzendem Wind oberhalb der Waldgrenze auf mäßig an. Problematisch wird im Tagesverlauf frischer Triebschnee. Kleine Schneebrettlawinen können dann an einigen Stellen bereits durch geringe Zusatzbelastung ausgelöst werden. Gefahrenstellen befinden sich im kammnahen Steilgelände der Expositionen Nordwest über Nord bis Südost sowie in eingewehten Rinnen und Mulden. Die Sturz- und Verletzungsgefahr ist größer als die Gefahr einer Verschüttung. Ganztägig ist Altschnee problematisch. Kleine Schneebrettlawinen können vereinzelt in sehr steilen Schattenhängen mit großer Zusatzbelastung ausgelöst werden.

Schneedecke

Mit Südwestwind entstehen in der Höhe kleine, frische Triebschneeansammlungen. Sie kommen störanfällig auf Oberflächenreif und weichen Schichten zum Liegen. Die Altschneedecke besteht aus großen, kantigen und kantig abgerundeten Kristallen und ist zum Teil von Schmelzkrusten durchzogen. Sonnseitig liegt bis weit hinauf kein oder nur wenig Schnee.

Tendenz

Mit Föhnsturm wachsen vor allem in den Hochlagen störanfällige Triebschneeansammlungen weiter an.


Gefahrenstufe

1400m
Lawinenproblem
Altschnee
1400m


einzelne Gefahrenstellen im extremen schattseitigen Steilgelände

Die Lawinengefahr ist gering. Einzelne Gefahrenstellen liegen im extremen schattseitigen Steilgelände. Die Mitreiß- und Absturzgefahr ist zu beachten.

Schneedecke

Vor allem in schattseitigen Steilhängen sind teilweise noch ungünstige Zwischenschichten in der Altschneedecke erhalten geblieben. In den vergangenen Nächten konnte sich teilweise Oberflächenreif bilden. Der über Nacht gebildete Harschdeckel weicht sonnseitig im Tagesverlauf wieder auf. In tieferen Lagen liegt nur wenig Schnee. Südseitige Lagen apern zunehmend aus.

Tendenz

Keine wesentliche Änderung.


Gefahrenstufe



Geringe Lawinengefahr bei meist nur wenig Schnee.

Die Lawinengefahr ist gering. In extrem steilen, schattseitigen Rinnen oder Mulden kann eine Auslösung kleiner Schneebrettlawinen nicht ganz ausgeschlossen werden.

Schneedecke

Es liegt weiterhin deutlich weniger Schnee als im Durchschnitt. Eine dünne, teils gebundene Schneedecke überdeckt eine sehr variable und meist harte Altschneedecke. In schattigen Rinnen und Mulden ist die Verbindung zwischen der gebundenen Schneedecke und der Altschneedecke teilweise schlecht. Zusätzlich können hier kantige Formen das Schneedeckenfundament schwächen.

Tendenz

Es wird keine Änderung der Lawinengefahr erwartet. Am Dienstag wird der Wind vorübergehend lebhaft, in exponierten Hochlagen auch kräftig. Davon abgesehen steht anfangs sonniges Freizeitwetter am Programm, am Nachmittag treffen erste ausgedehnte Wolkenfelder ein. Abends trübt es sich von Süden her ein, in der Nacht auf Mittwoch und am Mittwoch selbst kommt es immer häufiger zu Regen und Schneefall, wobei die Schneefallgrenze aus heutiger Sicht bei 1300 m liegen dürfte.


Gefahrenstufe


Lawinenproblem
Altschnee


Meist zu wenig Schnee für Skitouren abseits gesicherter Pisten.

Die Lawinengefahr ist gering. Problematisch ist Altschnee. Vereinzelt können kleine Schneebrettlawinen mit großer Zusatzbelastung ausgelöst werden. Gefahrenstellen befinden sich an sehr steilen Hängen der nördlichen und östlichen Expositionen. Die Sturz- und Verletzungsgefahr ist größer als die Gefahr einer Verschüttung.

Schneedecke

Die Schneeoberfläche ist in reinen Schattenlagen noch trocken, ansonsten oft verharscht. In der Sonne weicht der Harschdeckel wieder auf. Die Altschneedecke besteht aus kantig abgerundeten Kristallen und ist zum Teil von Schmelzkrusten durchzogen. Sonnseitig liegt wenig bis kein Schnee.

Tendenz

Weiterhin geringe Lawinengefahr.


Gefahrenstufe



Geringe Lawinengefahr - nur vereinzelte Gefahrenstellen

Die Lawinengefahr ist gering. Nur ganz vereinzelt können in extrem steilen und schattigen Bereichen kleine Schneebrettlawinen ausgelöst werden. Die Sturz- und Verletzungsgefahr ist größer als die Gefahr einer Verschüttung.

Schneedecke

Es liegt weiterhin deutlich weniger Schnee als im Durchschnitt. Eine dünne, nur stellenweise windbearbeitete Schneeauflage überdeckt die noch bestehende, harte Altschneedecke oder apere Flächen. Kantige Formen können das Schneedeckenfundament schwächen.

Tendenz

Auch der Dienstag bringt in den Bergen anfangs Sonnenschein, in der Folge ziehen aber vermehrt dichte Wolken durch. Dazu frischt der Südwind lebhaft auf. Am Mittwoch setzt im Tagesverlauf von Südosten her Regen und Schneefall ein, die Schneefallgrenze liegt um 1400 m. Die Lawinengefahr bleibt vorerst gering.


Gefahrenstufe

1500m
Lawinenproblem
Altschnee
1500m


Wenige Gefahrenstellen in den Expositionen Nord und Ost - weiterhin Absturzgefahr beachten!

Die Lawinengefahr ist gering. An wenigen Stellen können vor allem in extrem steilen und schattigen Rinnen und Mulden ältere Triebschneeansammlungen als kleine Schneebrettlawinen ausgelöst werden. Gefahrenstellen für Lawinen und vereiste Bereiche sind mit einer dünnen Schneeauflage überdeckt. Die Sturz- und Verletzungsgefahr ist größer als die Gefahr einer Verschüttung.

Schneedecke

Es liegt weiterhin deutlich weniger Schnee als im Durchschnitt. Stellenweise konnte sich Oberflächenreif bilden. Die Verbindung kleiner, älterer Triebschneeansammlungen zur Altschneedecke ist teilweise schlecht. Zusätzlich können hier kantige Formen das Schneedeckenfundament schwächen.

Tendenz

Auch der Dienstag bringt in den Bergen anfangs Sonnenschein, in der Folge ziehen aber vermehrt dichte Wolken durch. Dazu frischt der Südwind lebhaft auf. Am Mittwoch setzt im Tagesverlauf von Südosten her Regen und Schneefall ein, die Schneefallgrenze liegt um 1400 m. Die Lawinengefahr bleibt vorerst gering.


Gefahrenstufe

2200m
Lawinenproblem
Altschnee
2200m


Kleine Triebschneesammlungen auf schwacher Altschneedecke

Die Lawinengefahr ist gering. In den erweiterten Nord- und Ostexpositionen über etwa 2200 m können an wenigen Stellen noch kleine Schneebrettlawinen von einzelnen Personen ausgelöst werden. Gefahrenbereiche befinden sich am Übergang von wenig zu mehr Schnee und generell neben abgewehten Bereichen. Zum Teil sind die Gefahrenstellen dünn überschneit und schlecht zu erkennen. Die Absturz- und Verletzungsgefahr überwiegt im Allgemeinen der Verschüttungsgefahr.

Schneedecke

Wenige Zentimeter gesetzter Neuschnee überdecken vormals apere Böden oder eine harte, teils eisige Altschneeoberfläche. Vor allem schattseitig überlagern meist kleinen Triebschneeansammlungen eine schwache Altschneedecke, die aus einem Wechsel aus Krusten und kantigen Kristallen bzw. Tiefenreif besteht. In der Nacht bilden sich Harschdeckel und Oberflächenreif aus, tagsüber wird die Schneedecke sonnseitig oberflächlich durchfeuchtet.

Tendenz

Die Lawinengefahr steigt mit Föhnsturm leicht an.


Gefahrenstufe


Lawinenproblem
Altschnee


In den Hochlagen weiterhin beständiges Altschneeproblem!

Die Lawinengefahr ist gering. Vor allem in den nord- und schattseitigen Hochlagen gibt es weiterhin Gefahrenstellen auf Grund des beständigen Altschneeproblems. Schneebrettlawinen können im Steilgelände stellenweise bereits durch eine Person ausgelöst werden. Gefahrenstellen gibt es vor allem in Kammnähe und hinter Geländekanten. Diese sind etwas überdeckt und daher schwer zu erkennen.

Schneedecke

Das Schneedeckenfundament enthält vor allem nord- und schattseitig aufbauend umgewandelte kantige bindungslose Kristalle. Die somit geschwächte Altschneedecke ist oberflächig oft hart und von einer dünnen gesetzten Schicht überdeckt. Nur sehr exponiert könnte es kleinräumig etwas älteren Triebschnee geben. Allgemein liegt nur wenig Schnee, der sehr unterschiedlich verteilt ist.

Tendenz

Keine wesentliche Änderung.


Gefahrenstufe

Waldgrenze
Lawinenproblem
Altschnee
Waldgrenze


Geringe Lawinengefahr, in den Nord- und Ostexpositionen aber beständiges Altschneeproblem!

Die Lawinengefahr ist gering. In den Nord- und Ostexpositionen besteht in Höhenlagen oberhalb der Waldgrenze nach wie vor ein Altschneeproblem. Im Steilgelände können an wenigen Stellen kleine Schneebrettlawinen durch einzelne Wintersportler ausgelöst werden. Gefahrenstellen gibt es vor allem im Einfahrtsbereich von schattseitigen Rinnen und Mulden sowie hinter Geländekanten. Im Allgemeinen überwiegt die Mitreiß-, Absturz- und Verletzungsgefahr der Verschüttungsgefahr. Vorsicht jedoch im Bereich von Geländefallen.

Schneedecke

Es liegt weiterhin deutlich weniger Schnee als im Durchschnitt. Eine dünne, teils gebundene Schneedecke überdeckt eine sehr variable und meist harte Altschneedecke. In schattigen Rinnen und Mulden liegt deutlich mehr Schnee als in sonnigen Hanglagen, die bis 2000 m hinauf teils aper sind. In den Nord- und Ostexpositionen ist die Schneedecke weiterhin durch Schichten mit kantigen Kristallen und Schwimmschnee geschwächt (Altschneeproblem!).

Tendenz

Es wird keine Änderung der Lawinengefahr erwartet. Am Dienstag wird der Wind vorübergehend lebhaft, in exponierten Hochlagen auch kräftig. Davon abgesehen steht anfangs sonniges Freizeitwetter am Programm, am Nachmittag treffen erste ausgedehnte Wolkenfelder ein. Abends trübt es sich von Süden her ein, in der Nacht auf Mittwoch und am Mittwoch selbst kommt es immer häufiger zu Regen und Schneefall, wobei die Schneefallgrenze aus heutiger Sicht bei 1300 m liegen dürfte.


Gefahrenstufe



Geringe Lawinengefahr und Schneemangel

Die Lawinengefahr ist gering. Es liegt sehr wenig Schnee, nur in den Einfahrtsbereichen zu steilen, schattseitigen Rinnen können Triebschneelinsen lagern. Ansonsten überwiegt die Gefahr durch Verletzung an Steinen und Absturz auf eisigen Flächen der Verschüttungsgefahr.

Schneedecke

In schattigen Hängen und auf flachen Böden überdecken Spuren von gesetztem Neuschnee oder dünnem Triebschnee die vormals aperen Wiesen bzw. die eisige Altschneeoberfläche. Kantig aufgebauter Altschnee schwächt - sofern vorhanden - das dünne Schneedeckenfundament. In der Nacht bilden sich dünne Harschdeckel und Oberflächenreif aus, tagsüber wird die Schneedecke sonnseitig oberflächlich durchfeuchtet.

Tendenz

Keine wesentliche Änderung der Lawinengefahr.