Lawinenwarndienst Salzburg

Donnerstag, 22. Jänner 2026

Veröffentlicht am 22.01.2026, 08:00:00


Gefahrenstufe

1900m
Lawinenproblem
Altschnee
1900m


Schitaugliches Gelände ist störanfällig! Triebschnee liegt auf schwacher Altschneedecke

Die Lawinengefahr ist oberhalb etwa 1900 m mäßig, darunter gering. Schneebrettlawinen können an einigen Stellen durch geringe Zusatzbelastung ausgelöst werden und mittlere Größe erreichen. Gestört werden können sowohl frische und ältere Triebschneepakete als auch die schwach aufgebaute Altschneedecke, wobei Brüche durchreißen können. Gefahrenstellen befinden sich gehäuft in Nordwest über Nord bis Ost ausgerichtetem Steilgelände, teilweise aber auch im Süd- und Westsektor, sowie generell neben abgewehten Bereichen. Sie nehmen ab der Waldgrenze rasch zu. Es sind noch vereinzelt Fernauslösungen möglich, Triebschneebereiche sollten konsequent gemieden werden. Setzungsgeräusche können auf die Gefahr hinweisen. Geländefallen sind durch Schneemangel wenig gefüllt und dadurch wirksamer.

Schneedecke

Die Schneeoberfläche ist lokal sehr unterschiedlich. Schneearme Bereiche befinden sich neben beachtlichen Triebschneeansammlungen. Über Nacht bildet sich meist eine Schmelzkruste aus, welche sonnseitig bis in hohe Lagen aufweicht. Daneben beginnt der Triebschnee sich aufbauend umzuwandeln und wird mit Sonneneinstrahlung oberflächlich teilweise schwach durchfeuchtet. Am Übergang zur Altschneedecke lagern kantige Kristalle auf und unter der Kruste, welche als reaktive Schwachschicht dienen. Brüche im Altschnee erfolgen meist hier. Tiefer in der Altschneedecke findet sich eine Abfolge an kantigen Kristallen, Krusten, und Tiefenreif. Rücken und Grate sind oftmals komplett abgeblasen.

Tendenz

Keine wesentliche Änderung der Lawinengefahr.


Gefahrenstufe

1800m
Lawinenproblem
Altschnee
1800m


Triebschnee und schwache Altschneedecke bei geringer Schneelage

Die Lawinengefahr ist oberhalb 1800 m mäßig, darunter gering. Schneebrettlawinen können an einigen Stellen durch geringe Zusatzbelastung ausgelöst werden, bleiben aber vorwiegend klein. Gefahrenstellen nehmen ab der Waldgrenze rasch zu, in höheren Lagen vermehrt auch in südöstlichen Expositionen. Setzungsgeräusche beim Betreten der Schneedecke können auf die Gefahr hinweisen. Im Tagesverlauf sonnseitig geringe Gefährdung durch kleine Lockerschneelawinen. Geländefallen sind durch Schneemangel wenig gefüllt und dadurch wirksamer.

Schneedecke

Die Schneeoberfläche ist lokal sehr unterschiedlich. Schneearme Bereiche befinden sich neben beachtlichen Triebschneeansammlungen. Über Nacht bildet sich meist eine Schmelzkruste aus, welche sonnseitig im Tagesverlauf bis in hohe Lagen aufweicht. Daneben beginnt frischer Triebschnee sich aufbauend umzuwandeln und wird mit Sonneneinstrahlung oberflächlich teilweise schwach durchfeuchtet. Dort, wo eine Altschneedecke vorhanden ist befinden sich am Übergang zu ihr kantige Kristalle auf und unter der Kruste, welche als reaktive Schwachschicht dienen können. Brüche im Altschnee erfolgen meist hier. Tiefer in der Altschneedecke findet sich eine Abfolge an kantigen Kristallen, Krusten, und Tiefenreif. Die Gesamtschneehöhe ist deutlich unterdurchschnittlich.

Tendenz

Keine wesentliche Änderung der Lawinengefahr.


Gefahrenstufe

2000m
Lawinenproblem
Altschnee
2000m


Schwache Altschneedecke bei geringer Schneelage

Die Lawinengefahr ist oberhalb 2000 m mäßig, darunter gering. Schneebrettlawinen können an einigen Stellen durch geringe Zusatzbelastung ausgelöst werden und klein bis mittelgroß werden. In den Hochlagen ist älterer Triebschnee teilweise noch störanfällig und oberflächlich ausgelöste Lawinen können bis zum Boden durchreißen. Gefahrenstellen befinden sich gehäuft in Nordwest über Nord bis Ost ausgerichtetem Steilgelände. Sie nehmen in Größe und Häufigkeit mit der Höhe rasch zu, vor allem neben abgewehten Bereichen. Setzungsgeräusche beim Betreten der Schneedecke können auf die Gefahr hinweisen. Am Nachmittag geringe Gefährdung durch spontane Lockerschneelawinen im Südsektor. Geländefallen sind durch Schneemangel wenig gefüllt und dadurch wirksamer.

Schneedecke

Die Schneeoberfläche ist lokal sehr unterschiedlich. Schneearme Bereiche befinden sich neben beachtlichen Triebschneeansammlungen. Über Nacht bildet sich meist eine Schmelzkruste aus, welche sonnseitig im Tagesverlauf bis in Gipfelhöhe aufweicht. Daneben beginnt frischer Triebschnee sich aufbauend umzuwandeln und wird mit Sonneneinstrahlung oberflächlich teilweise schwach durchfeuchtet. Dort, wo eine Altschneedecke vorhanden ist befinden sich am Übergang zu ihr kantige Kristalle auf und unter der Kruste, welche als reaktive Schwachschicht dienen können. Brüche im Altschnee erfolgen meist hier. Tiefer in der Altschneedecke findet sich eine Abfolge an kantigen Kristallen, Krusten, und Tiefenreif. Die Gesamtschneehöhe ist deutlich unterdurchschnittlich.

Tendenz

Keine wesentliche Änderung der Lawinengefahr.


Gefahrenstufe


Lawinenproblem
Nassschnee


Geringe Gefährdung durch kleine, nasse Lawinen

Die Lawinengefahr ist gering. Spontan können sich mit der Sonneneinstrahlung einzelne kleine nasse Lawinen aus sehr steilem Gelände lösen. Geländefallen sind durch Schneemangel wenig gefüllt und dadurch wirksamer.

Schneedecke

Dort, wo noch Schnee liegt ist die Schneedecke durch milde Luft und Sonneneinstrahlung je nach Höhenlage feucht bis nass und schließt mit einer Schmelzkruste ab, die tagsüber steil sonnseitig auffirnt, ansonsten oft hart und eisig bleibt. Kantig aufgebauter Altschnee schwächt teilweise das Schneedeckenfundament.

Tendenz

Keine wesentliche Änderung der Lawinengefahr.